DNBGF
Deutsches Netzwerk
für betriebliche
Gesundheitsförderung

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Ausgeglichen leben - gesünder und erfolgreicher arbeiten

In Deutschland, wie in vielen anderen Industrienationen auch, gewinnen Fragen der Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf in Politik und Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Dies belegt eine Flut von Publikationen und Veranstaltungen sowie eine große Nachfrage nach betrieblichen Konzepten und Einzelcoachings in der Beratungspraxis. Mitarbeitern eine Balance zwischen Beruf und Privatleben anzubieten, hat sich zu einem wichtigen Handlungsfeld für das Management entwickelt. Immer mehr gut ausgebildete Frauen stoßen auf den Arbeitsmarkt, Männer äußern vermehrt den Wunsch nach engagierter Vaterschaft und Singles beanspruchen mehr Raum für ihr Privatleben. Hinzu kommt, dass durch Fach- und Führungskräftemangel der Arbeits- bzw. Rekrutierungsmarkt für Unternehmen zunehmend schwieriger wird. Ein Ungleichgewicht zwischen Arbeit- und Privatleben stellt daher nicht nur eine Belastung der Mitarbeiter mit oftmals negativen gesundheitlichen Folgen dar. Fehlende Work-Life-Balance (WLB) beeinträchtigt auch die Erfolgsrechnungen ihrer Arbeitgeber, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn - so zeigen immer mehr Studien - viele Gründe sprechen dafür, Strategien zur Verbesserung der WLB zur verfolgen und in Maßnahmen auf diesem Feld zu investieren:


Investitionen in WLB

  • erhöhen die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter im Unternehmen
  • steigern die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter
  • stärken die Mitarbeiterloyalität und tragen dazu bei, Leistungsträger zu gewinnen und langfristig zu binden
  • steigern Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
  • verbessern das Image und das öffentliche Ansehen des Unternehmens
  • steigern die Produktivität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Die Förderung der Gesundheit und WLB der Beschäftigten unterstützt somit die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von privaten und öffentlichen Unternehmen.


WLB in der Praxis

WLB-Aktivitäten und -Maßnahmen sind vielfältig und je nach Organisationen ziel- oder bedarfsorientiert. Sie fallen meist in die Bereiche Arbeitsgestaltung, Personal- und Gesundheitspolitik und dienen in erster Linie der Flexibilisierung der Arbeit. Indem sie die gewünschte Balance fördern, reduzieren sie Belastungen und stärken Ressourcen. Beispiele hierfür sind:

  • flexible Arbeitszeiten (z.B. Gleitzeit, Teilzeit, Arbeitszeitkonten, Sabbatical)
  • flexibler Arbeitsort (z.B. Heim- und Telearbeit)
  • flexible Gestaltung der Arbeitsabläufe und Arbeitsinhalte (z.B. Job-Sharing, Job-Rotation)
  • finanzielle und soziale Unterstützungsangebote (z.B. Kinderbetreuungsangebote)
  • WLB-förderliche Qualifizierung und Personalentwicklung (z.B. Wiedereingliederungsprogramme, Frauenförderung, Führungskräftetrainings)
  • Stressmanagement, Gesundheitszirkel, Sportprogramme

Gemäß den Grundsätzen der Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, die alle Maßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefinden am Arbeitsplatz miteinschließt, setzt sich das DNBGF auch für einen gesunden Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben ein - zum Wohle der Gesundheit der Mitarbeiter und der Organisationen!


Empfohlene Links:

www.beruf-und-familie.de
Beschreibung: Auskunft über deutsches Audit Beruf & Familie, umfangreiche Recherchedatenbank (Infothek) zu familienorientierten Maßnahmen, Beispiel-Unternehmen, Literatur und Links
   
www.arbeitswelt.de
Beschreibung: Auskunft über den deutschen Audit Beruf & Familie (konkrete Durchführung), Praxisbeispiele
   
www.familienservice.de
Beschreibung: Einblick in aktuelle Trends & Reports, Political Flash, Good Practice
   
www.total-e-quality.de
Beschreibung: Auskunft über das deutsche Total E-Quality Prädikat und die Preisträger
   
www.work-and-life.de
Beschreibung: Unterstreicht die Vielfältigkeit des Themas (Beruf & Privatleben, Diversity, Gender-Mainstreaming) mit Zielgruppenbetrachtung (Unternehmen, Politik, Organisationen etc.)





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