Deutsches Netzwerk
für Betriebliche
Gesundheitsförderung

DNBGF Infomail 21

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserer heutigen Infomail möchten wir Sie auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam machen und Ihnen wie gewohnt eine neue Broschüre vorstellen und neue Termine mitteilen.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre DNBGF Geschäftsstelle
E-Mail: dnbgf@bkk-bv.de

Schwerpunktthema 2009: Psychische Gesundheit

Psychische Störungen nahmen 2007 den 4. Platz innerhalb der wichtigsten Krankheitsgruppen ein, auf sie entfielen 9,3 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage (IGA-Fakten Nr. 1). Trotz rückläufiger Krankenstände in den letzten Jahren, wächst der relative Anteil psychischer Störungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen. Zu den häufigsten Diagnosegruppen innerhalb der psychischen Störungen gehören affektive Störungen, insbesondere depressive Episoden, und Angststörungen. Ein weiterer Indikator für die relative Zunahme psychischer Störungen ist der mittlerweile erhebliche Anteil am Langzeit-Arbeitsunfähigkeitsgeschehen. Mit 13 Prozent liegen sie auf Platz 3 der häufigsten Diagnosegruppen, bei Frauen sogar auf Platz 2.

Schließlich stellen psychische Störungen die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühberentungen dar. Ca. jede dritte neue Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ist auf eine psychische Störung zurückzuführen. Die direkten Krankheitskosten, die von psychischen Störungen verursacht werden, beliefen sich im Jahr 2004 auf ca. 23 Milliarden Euro.
In der DNBGF Infomail werden wir in den folgenden Ausgaben einen Schwerpunkt auf dieses Thema setzen. Im folgenden wollen wir Ihnen 2 Datenreports hierzu anbieten und Sie auf eine interessante Website aus Österreich aufmerksam machen, den IMPULS-Test.

Frauen beurteilen ihr psychisches Wohlbefinden schlechter als Männer.
Datenreport 2008: Der Sozialbericht für Deutschland
Der Datenreport 2008 (pdf)  fasst Daten der amtlichen Statistik und der sozialwissenschaftlichen Forschung zusammen und beschreibt die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.
Die aktuelle Ausgabe enthält auch Daten zur psychischen Gesundheit in Deutschland. Dabei bezieht  sich der Bericht auf ein international verbreitetes Instrument zur Messung der psychischen Gesundheit (SF 12). Damit werden beim psychischen Wohlbefinden z. B. die Bewertungen der sozialen Funktionsfähigkeit, der emotionalen Rollenfunktion und der Vitalität berücksichtigt. Frauen beurteilen ihr psychisches Wohlbefinden schlechter als Männer. Bei der Einschätzung des Gesundheitszustands hat sich im Vergleich zu den Vorjahren bei Männern der  Gesundheitszustand verschlechtert, bei den Frauen ist er gleich geblieben. Vollerwerbsfähige mit einem guten Einkommen bewerten ihren Gesundheitszustand am besten. Weitere Informationen........

BKK Gesundheitsreport 2008 „Seelische Krankheiten prägen das Krankheitsgeschehen“
Die Zunahme psychischer Erkrankungen bei den Arbeitsunfähigkeiten ist seit Jahren ungebrochen. Mittlerweile ist jeder zehnte Ausfalltag mit einer psychischen Diagnose verbunden, bei Frauen sogar jeder achte. Allein seit Beginn der Neunzigerjahre hat sich der Anteil der hierdurch begründeten AU-Tage beinahe verdreifacht.
Der neue BKK Gesundheitsreport 2008 „Seelische Krankheiten prägen das Krankheitsgeschehen“ ist bereits der 32. Band der seit 1976 vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen jährlich veröffentlichten arbeitsweltbezogenen Berichtsreihe. mehr.....

IMPULS-Test
Die österreichischen Sozialversicherungsträger haben ein Testverfahren entwickelt,  mit dessen Hilfe online Stressfaktoren und Ressourcen aufgezeigt werden können. Mit Hilfe des wissenschaftlichen IMPULS-Tests kann man feststellen, welche Stressoren und Ressourcen die eigenen  Arbeitsbedingungen aufweisen.
Der Test dauert ca. 15 Minuten und man erhält automatisch eine Auswertung sowie Anregungen, wie Stressoren reduziert und Ressourcen ausgebaut werden können.

Weitere Informationen

Das halbe Leben - Für eine neue Kultur der Arbeit
Gute Arbeitsbedingungen sind die Grundlage für Ideen, Wohlbefinden und Zufriedenheit. Eine neue Kultur der Arbeit ist daher wirtschaftlich notwendig und menschlich sinnvoll. Denn Arbeit ist das halbe Leben. Der Bundesminister Olaf Scholz hat am 23. März gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber, der Gewerkschaften und der Wissenschaft die Initiative "Für eine neue Kultur der Arbeit" gestartet. Die Pressemitteilung, ein Arbeitspapier und der Internetauftritt sind fertig. 

Neue Broschüren

IGA-Report 18: Werbewirkung für die Prävention. Lassen sich Erkenntnisse zur Werbewirkung übertragen und für Präventionsmedien nutzen?
Zur wirksamen Gestaltung von Präventionsmedien gibt es wenige wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse. Die Werbewirkungsforschung verfügt dagegen über sehr viel mehr Erfahrung. Doch sind deren Erkenntnisse auf die Prävention übertragbar? Dazu wurde in einer umfassenden Literaturanalyse nach Faktoren und Modellen der Werbewirkung gesucht. Vergleichend dazu wurden aktuelle Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit von Präventionsmedien analysiert.
Das Fazit lautet: Ja, wenn man einige spezielle Anforderungen der Prävention berücksichtigt. Diese sind im IGA-Report dargestellt. Der Bericht enthält außerdem empirisch belegte Gestaltungshinweise. Weitere IGA-Reporte finden Sie hier….

Veranstaltungen

2.-3. April 2009, Berlin
Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln
2. Zukunftsforum Innovationsfähigkeit – z.B.:
Forum 7 Betriebliche Gesundheitsförderung als Innovationsstrategie - Neue Methoden und neue Akteure in der Prävention

1. Juni – 31. August 2009
Mit dem Rad zur Arbeit – Mitmachaktion

weitere Termine finden Sie auf der DNBGF Website
 

hier finden Sie die bisherigen Infomails

 




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