Führungskräfte haben Mitverantwortung für Krankenstand
Motivierende Gesundheitsgespräche
Führungskräfte haben Mitverantwortung für den Krankenstand im Unternehmen. Das belegen die Ergebnisse des "Barmer-Gesundheitsreports 2007", den die Barmer Ersatzkasse (BEK) im Mai 2007 veröffentlichte. Die besondere Rolle der Führungskräfte für das Gesundheitsmanagement steht im Mittelpunkt des Gesundheitsreports, der von der Bergischen Universität Wuppertal, herausgegebenen wurde. So beschäftigt sich der erste Teil der Publikation mit den Themenfeldern "Gesunde Arbeit als Wettbewerbsfaktor" und "Fehlzeiten analysieren, bewerten und Maßnahmen ableiten".
Der Gesundheitsreport 2007 der Barmer wertet die 2,57 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit aus dem Jahr 2006 bei deren erwerbstätigen Mitgliedern aus. Der Krankenstand lag 2006 mit 3,7 Prozent und die durchschnittliche Erkrankungsdauer mit 13,6 Tagen auf dem Niveau von 2005. Der Hauptanteil der Fehlzeiten liegt mit 36 Prozent (2005: 34,6 Prozent) bei Kurzzeiterkrankungen von ein bis drei Fehltagen.
Muskel-Skelett-Erkrankungen haben mit 23,4 Prozent (2005: 22,7 Prozent) den höchsten Anteil am Krankenstand. In der Rangliste der wichtigsten Krankheitsgruppen folgen Krankheiten des Atmungssystems mit 15,5 Prozent (2005: 17,9 Prozent) und psychischen Erkrankungen mit 14,4 Prozent (2005: 13,8 Prozent).
Der Gesundheitsreport 2007 steht als PDF-Download (81 Seiten) zur Verfügung.
Motivierende Gesundheitsgespräche
Eine Praxishilfe des BKK bundesverbandes zum Thema "Motivierende Gesundheitsgespräche" kann bei dnbgf@bkk-bv.de bestellt werden. Der darin beschriebene innovative Ansatz richtet sich an alle Beschäftigten.
Das Wissen über gesunde und ungesunde Verhaltensweisen führt nicht automatisch zur Verhaltensänderung. Warum sonst bewegen sich viele Menschen zu wenig, ernähren sich ungesund, rauchen und trinken zuviel und belasten ihren Körper zu stark – physisch und psychisch. Es ist die individuelle Motivation, die vor dem Hintergrund einer individuellen „Kosten-Nutzen-Bewertung“ über Verhaltensänderung oder -beibehaltung entscheidend ist.
Mit den „Motivierenden Gesundheitsgesprächen im Betrieb“ (FIT-Beratung) wurde ein Beratungsansatz zur Unterstützung des individuellen gesundheitlichen Verhaltens von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Die FIT-Beratung stellt ein handlungsorientiertes Angebot dar für alle sozialen, psychosozialen und gesundheitlichen Fragen, mit denen sich Beschäftigte auseinandersetzen. Der Beratungsansatz kann in ein bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement integriert, aber auch als alleinige verhaltensbezogene Intervention eingesetzt werden.
Mitarbeiterorientierte Führen und soziale Unterstützung am Arbeitsplatz - eine Stuzdie der BAUA

Termine:
6. - 7. Februar 2012, Berlin
Betriebliches Gesundheitsmanagement II
9. Februar 2012, Köln
Ruck-Zuck aus der Burnout-Zone
1. März 2012, Darmstadt
Prävention im Wandel der Arbeitswelt
Mensch - Technik - Organisation
8. März 2012, TU Berlin
Satelitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit "Prävention wirkt"
9. und 10. März 2012, TU Berlin
17. Kongress Armut und Gesundheit - Prävention wirkt!
20.-21. März 2012, Frankfurt a. M.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
21. und 22. März 2012, Leipzig
Messekongress „Gesundheit & Versorgung – Innovative Formen der Zusammenarbeit“
31. Mai 2012, Fulda
Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, eine europäiche Tagung