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für betriebliche
Gesundheitsförderung

13 Schulen für Präventionspreis 2010 nominiert

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

über 400 Schulen haben sich am Deutschen Präventionspreis 2010 beteiligt.
Die eingegangenen Beiträge zeigen auf beeindruckende Weise, wie engagiert und innovativ Schulen in Deutschland darin sind, die körperliche, seelische und geistige Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die Jury hat nun die besten 13 Schulen für das Finale am 15. Juni 2010 in Berlin nominiert. Zur Zeit werden diese Schulen von Mitgliedern der Jury besucht, um die endgültigen Preisträger zu ermitteln.
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Dieses Jahr wurden unter dem Motto "Gesund aufwachsen - Ganzheitliche Förderung von Heranwachsenden in der Sekundarstufe I" Schulen gesucht, die in besonderem Maße die gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fördern. Ausgeschrieben wurde der Deutsche Präventionspreis vom Bundesministerium für Gesundheit, der Manfred Lautenschläger Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das von den Trägern bereitgestellte Preisgeld in Höhe von insgesamt 100.000 Euro ist für die Fortführung und Weiterentwicklung der prämierten Maßnahmen bestimmt.

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Allen Teilnehmerschulen gilt unser herzlicher Dank!

Ihr Team Deutscher Präventionspreis

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Neues Material für Schulen: Status quo der Gesundheitsförderung analysieren – Toolbox verwenden!

Schulen, die ihre Bildungsqualität durch Gesundheitsinterventionen verbessern möchten, finden hier Hilfestellung: Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts hat ein Team der Universität Lüneburg um den Psychologen Prof. Dr. Paulus ein checklistengestütztes Verfahren entwickelt, mit dem Schulen selbst evaluieren können, wie es um die Gesundheitsförderung bei ihnen bestellt ist. Mit Hilfe einer Toolbox können sie dann gezielt Verbesserungen erarbeiten. Die Materialien stehen am Ende des Artikels zum Download bereit.

Ziel des Projektes war es, ein praktikables und im schulischen Alltag leicht einsetzbares Analyseraster zur schulischen Gesundheitsförderung zu entwicklen, mit dem sich ein Überblick über alle wichtigen Qualitätsaspekte erarbeiten lässt. Das Raster soll der Prozesssteuerung, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung dienen. In einem Verfahren der Selbsteinschätzung bestimmt ein Team von repräsentativen Mitgliedern der Schulgemeinschaft  - z.B. ein sogenanntes „Schulgesundheitsteam“ - in jeder der beschriebenen relevanten Dimensionen anhand festgelegter Indikatoren den Status quo und den Handlungsbedarf.

Der sogenannte „Referenzrahmen schulischer Gesundheitsförderung“ gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil kann die Schule eine eher allgemein gehaltene Einschätzung vornehmen und bekommt so einen Überblick über die Gesundheitsqualität ihrer Schule im Hinblick auf die Gesundheitsziele „Bewegung“, „gesunde Ernährung“ und „psychische Gesundheit/Stressprävention“, im zweiten Teil erfolgt eine Konkretisierung der Einschätzungen. Zu jedem Thema steht eine umfassende Checkliste zur Verfügung. Der zeitliche Aufwand ist variabel, je nachdem wie intensiv die Schulen das Verfahren nutzen möchten. Die Autoren der Materialien gehen für den Überblick von einem Arbeitsaufwand von zwei bis vier Stunden für ein „Schulgesundheitsteam“ aus.

Neben dem Referenzrahmen zur Analyse des Ist-Zustands wurde eine Toolbox entwickelt, die Hinweise und weiterführende Links zu den einzelnen Handlungsfeldern der Gesundheitsbildung, zu wichtigen Aspekten der Qualitätsentwicklung in der Schule und zur schulischen Gesundheitsförderung enthält. Diese können genutzt werden, um die identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Für den Referenzrahmen haben die Wissenschaftler die Qualitätsrahmenkonzepte analysiert, die von den Kultusministerien der einzelnen Bundesländer vorgelegt wurden. Hinzugezogen wurden darüber hinaus auch die Qualitätskonzepte größerer Projekte der schulischen Gesundheitsförderung, die Bezüge zur Bildungsqualität aufweisen, u. a. OPUS-NRW, Anschub.de, Audit gesunde Schule sowie das Projekt Gesund leben lernen.

Die Arbeitsgruppe 1 (AG 1) der BVPG „Gesunde Kindertagesstätten und Schulen“ – vor 2007 die AG 1 des Deutschen Forums Prävention und Gesundheitsförderung – hat das Projekt der Lüneburger Wissenschaftler fachlich begleitet.  Dokumente zum Download:

  • Refernenzrahmen schulischer Gesundheitsförderung (gesamtes Dokument) -  PDF (2,6 MB)
  • Dokument aufgeteilt in:
    • Einführungstext -  PDF (1,6 MB)
    • Indikatorenliste A -  PDF (1,0 MB)
    • Indikatorenliste B -  PDF (2,7 MB)
    • Indikatorenliste C -  PDF (2,4 MB)
    • Toolbox -  PDF (712 KB)

Machbarkeitsstudie -  PDF (128 KB)
http://www.bvpraevention.de/cms/index.asp?inst=bvpg&snr=7179

 

 

Qualität schulischer Gesundheitsförderung

Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention sollen wirksam und effizient durchgeführt werden. Diese Anforderungen stellen Kostenträger, bspw. auf Seiten der Sozialversicherungen; gleiches gilt auch für die Entscheider in Organisationen, in denen solche Maßnahmen durchgeführt werden. Prinzipien und Verfahren des Qualitätsmanagements werden daher von verschiedenen Akteuren auch in der schulischen Gesundheitsförderung genutzt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Was Qualität bedeutet, hängt einmal von der Perspektive des jeweiligen Nutzers (Schulverwaltung, Schule, Lehrer, Schüler, externer Gesundheitsförderungsberater, finanzierende Krankenkasse etc.) und von der "Reichweite" der jeweiligen Maßnahme ab (Netzwerke von Schulen / Schule als gesamte Organisation / komplexes Gesundheitsförderungsprogramm in einer Schule / Einzelmaßnahme).

Die Gesundheitsförderungsqualität steht in einer engen Beziehung zur Bildungsqualität. Nicht zuletzt unter dem Eindruck unbefriedigender Ergebnisse internationaler Leistungsvergleiche wird derzeit intensiv an der Entwicklung und Einführung von Bewertungs- und Steuerungsverfahren für die Bildungsqualität gearbeitet. Netzwerkprogramme schulischer Gesundheitsförderung wie OPUS NRW oder Anschub.de bemühen sich um eine möglichst enge Verzahnung zwischen den Qualitätsentwicklungen auf Seiten der Bildungsplaner und Gesundheitsförderungsexperten und erhoffen sich davon auch eine Aufwertung schulischer Gesundheitsförderung.

Daneben wurden bzw. werden auch Verfahren entwickelt, die sich auf schulische Gesundheitsförderungsmaßnahmen beziehen, unabhängig von einer direkten Verknüpfung mit der Bildungsqualität. Dazu gehörten das Instrument "Audit Gesunde Schule" (entwickelt unter der Federführung der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt) sowie die Evaluationsverfahren, die derzeit durch die Gesetzlichen Krankenkassen entwickelt werden. 

 




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