Das Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser gem. e.V., Berlin DNGfK hat gestern vorzeitig einen neuen Vorstand gewählt. Dem neuen Vorstand gehören an: Harald Kothe-Zimmermann, Oliver Wittig, Prof. Dr. Klaus-D. Hüllemann, Uta-Sophie Bemmann, Konrad Schumann
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15. Nationale Konferenz für Gesundheitsförderung in Krankenhaus und Gesundheitseinrichtungen
27. bis 29. Oktober 2010 im Klinikum Chemnitz
Im Rahmen einer Krankenhausbefragung wurde erstmalig umfassend untersucht, inwieweit DNGfK - Mitglieder bei der Implementierung der betrieblichen Gesundheitsförderung erfolgreich waren.
Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) sowie die Universitäten Hamburg (Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck) und Düsseldorf (Prof. Dr. Johannes Siegrist) haben zusammen mit der Hans Böckler Stiftung eine repräsentative Krankenhausbefragung zum Thema "Gesundheitsförderung und Qualitätsmanagement im Krankenhaus" durchgeführt. Hintergrund war die schwierige Arbeitssituation des Krankenhauspersonals, die durch steigende Patientenzahlen und eine Leistungsverdichtung infolge sinkender Verweildauern gekennzeichnet ist. (Deutsche Krankenhausgesellschaft 2003).
Die Befragung erfolgte von Februar bis Mai 2008 und bestand aus 2 Teilstudien. Zum einen wurden Krankenhausärzte zum Thema psychosoziale Arbeitsbelastungen und Patientenversorgung befragt. Zum anderen gaben Krankenhausgeschäftsführer Auskunft über Ihre Maßnahmen und Instrumente der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Qualitätsmanagements. Während vor allem für patientenorientierte Aspekte des Qualitätsmanagements teilweise Ergebnisse aus früheren Studien vorliegen, gab es bislang keine umfassenden oder repräsentativen Untersuchungen zum mitarbeiterorientierten Qualitätsmanagement bzw. zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Krankenhaus. Die Erhebung basierte auf einer Zufallsstichprobe von Allgemeinkrankenhäusern ab 100 Betten. Insgesamt beteiligten sich 291 Krankenhäuser an einer standardisierten schriftlichen Befragung darunter auch einige aus dem DNGfK. (Rücklauf: 32%).
Inhalte des Fragebogens waren die Verbreitung und systematische Überprüfung des betrieblichen Gesundheits- und Qualitätsmanagements; dabei wurden auch bestimmte Strukturmerkmale wie Größe, regionale Lage oder Trägerschaft berücksichtigt. Ein weiteres Fragebogenkapitel befasste sich darüber hinaus mit der Struktur der Mitarbeitervertretungen im Krankenhaus.
Die Ergebnisse zeigen, dass insgesamt verhaltensbezogene Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Krankenhaussektor überwiegend noch wenig verbreitet sind; auch in der Organisationsstruktur ist die betriebliche Gesundheitsförderung vielfach nicht fest verankert: Erst jeweils rund ein Drittel der Krankenhäuser hat die Gesundheitsförderung von Mitarbeitern in ihr Leitbild aufgenommen bzw. verfügt über eine Jahresplanung oder ein Steuerungsgremium speziell für die Gesundheitsförderung von Mitarbeitern. Unter den gesundheitsfördernden Maßnahmen dominieren Bewegungsangebote wie Rückenschulen oder sonstige Sport- und Bewegungsangebote, die in der großen Mehrzahl der Krankenhäuser vorgehalten werden. Psychosoziale Maßnahmen (wie Stressprävention oder Entspannungskurse), Maßnahmen zur Suchtprävention (Alkohol, Rauchen, Medikamente) oder Ernährungsprogramme kommen dagegen deutlich seltener zum Einsatz.
DNGfK-Mitglieder schneiden besser ab.
Umso erfreulicher ist, dass in fast allen Befragungsbereichen die Mitglieder im Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser besser abschneiden, als der Durchschnitt. So finden sich in den Einrichtungen wesentlich häufiger festgelegte Strategien zur Gesundheitsförderung. Die Angebote in den Bereichen Verhaltens- und Verhältnisprävention sind besser und die Personalentwicklung wird konsequenter betrieben. Die Ergebnisse zeigen insofern, dass bei den DNGfK-Mitgliedern in der Tendenz ein umfassender Ansatz des betrieblichen Gesundheitsmanagements bzw. eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur insgesamt angestrebt wird. (siehe Tabelle)
Es wird also deutlich, dass das Engagement im Netzwerk neue Impulse in die Einrichtungen hinein gibt und dass nicht zuletzt auch die Selbstverpflichtung durch die Mitgliedschaft dazu beiträgt, sich intensiver mit dem Thema betriebliche Gesundheitsförderung zu befassen. Für das DNGfK ist die Studie Anlass, die Zielgruppe der Mitarbeiter noch stärker in den Fokus zu nehmen und die Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote in diesem Bereich zu verbessern.
Die vollständige Studie kann über die DNGfK-Geschäftsstelle apwisch@dngfk.de
als pdf-Datei bezogen werden.

Termine:
6. - 7. Februar 2012, Berlin
Betriebliches Gesundheitsmanagement II
9. Februar 2012, Köln
Ruck-Zuck aus der Burnout-Zone
1. März 2012, Darmstadt
Prävention im Wandel der Arbeitswelt
Mensch - Technik - Organisation
8. März 2012, TU Berlin
Satelitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit "Prävention wirkt"
9. und 10. März 2012, TU Berlin
17. Kongress Armut und Gesundheit - Prävention wirkt!
20.-21. März 2012, Frankfurt a. M.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
21. und 22. März 2012, Leipzig
Messekongress „Gesundheit & Versorgung – Innovative Formen der Zusammenarbeit“
31. Mai 2012, Fulda
Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, eine europäiche Tagung