DNBGF
Deutsches Netzwerk
für betriebliche
Gesundheitsförderung

Über die Notwendigkeit von BGM herrscht Konsens bei Politik, Sozialpartnern, Wissenschaft und Praktikern

"Gesunde Beschäftigte - Gesunde Betriebe - Gesunde Gesellschaft" – das Motto der 3. Konferenz des DNBGF ist gleichermaßen eine Beschreibung faktischer Zusammenhänge wie eine politische Zielvorgabe. Die Tagung mit weit über 300 Teilnehmern, die am 16. und 17. Juni im Bonner Gustav-Stresemann-Haus stattfand, machte dann auch deutlich, wie man sich diesem Ziel nähern kann und wie weit die  Betriebliche Gesundheitsförderung sechs Jahre nach Gründung des Netzwerks gekommen ist: mehr......

 

Bei den Sozialpartnern herrscht trotz unterschiedlicher Motivationen Einigkeit über das Ziel

 In zwei der wichtigsten Branchen, der Stahl- und der Chemieindustrie, ist die Betriebliche Gesundheitsförderung mittlerweile ein Thema für Tarifverträge.  Ein wichtiger, aber für beide Sozialpartner nicht einfacher Prozess, wie Dr. Heinz Stapf-Finé, DGB Bundesvorstand, und Norbert Breutmann von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) durch ihre Vorträge auf der DNBGF-Tagung in Bonn zeigten. Dabei gab es keinen Dissenz zur Frage, dass BGF an Bedeutung gewinnt und in Zukunft verstärkt und in weiteren Tarifverträgen aufgegriffen werden solle. Beide Redner ließen zudem durchblicken, dass bei den beschlossenen Regelungen Mehr und Besseres denkbar gewesen wäre – wenn es dazu nicht kam, ist durch die unterschiedlichen Ausgangslagen der Parteien zu erklären.  mehr......

 

Mit klaren Strukturen zum Erfolg: Projekt für Landesbedienstete in Niedersachsen

Betriebe müssen ihre Strukturen auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ausrichten, soweit der Konsens aller Beteiligten der DNBGF-Konferenz. Deshalb ist gerade in dezentral arbeitenden Organisationen die Etablierung von BGM eine besondere Herausforderung. Wie das in der Praxis aussehen kann, stellte das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Integration im Workshop „Gesundheitsmanagement auf dem Prüfstand –Prozesse und Qualität sichern“ vor. Mit ihrem Angebot in Sachen Gesundheitsmanagement können die Niedersachsen mittlerweile auf dauerhafte Erfolge verweisen: In 47 von 58 seit 2003 geförderten Projekten sind die Mitarbeiter der Landesverwaltung noch aktiv, Grund genug für das vor diesem Hintergrund fast bescheiden klingende Fazit: „Wir sind auf einem guten Weg“.   mehr......

 

Die Arbeitswelt ändert ihr Gesicht – aber Wege zum erfolgreichen Handeln sind erkannt

Seit Jahren ist der Arbeitsmarkt ständigen Veränderungen ausgeliefert, das wurde auch in den Workshops in Bonn wieder deutlich. In vielen Fällen führen prekäre Arbeitsverhältnisse zu Überlastung und Stress, sowohl körperlicher als auch psychischer Natur. Im Rahmen der DNBGF-Tagung diskutierten die Teilnehmer verschiedener Workshops über Möglichkeiten, die Beschäftigungsfähigkeit trotz erschwerter Arbeitsbedingungen und den Einflüssen des demographischen Wandels möglichst lange zu erhalten und zeigten Wege auf, mit denen insbesondere das Problem psychischer Belastungen und Erkrankungen angegangen werden kann.  mehr...... 

 

Rahmenbedingungen erschweren die Verbreitung von BGF und BGM

Unter dem Motto „Wie gesund ist unsere Arbeitswelt? Der Beitrag des DNBGF“ zogen die Teilnehmer einer von Dr. Gudrun Eberle, AOK-Bundesverband, und Dr. Gregor Breucker, BKK Bundesverband, moderierten  Podiumsdiskussion eine Zwischenbilanz zum Status der BGF sechs Jahre nach Gründung des Netzwerks. Die Beiträge der Redner zeigten, dass es quer durch alle Branchen nicht mehr um die Frage geht, ob BGF sinnvoll ist, sondern wie die vorliegenden Erkenntnisse und Methoden angesichts von Größe und Heterogenität der Unternehmenslandschaft und der allgemeinen Rahmenbedingungen konsequent verbreitet und umgesetzt werden können. mehr......

 

„Das Leben passt nicht mehr zu den Menschen“

Dr. Thoma Wessinghage plädiert für regelmäßige Bewegung als beste Prävention

Auch wenn die Kernbotschaft des letzten Vortrags auf der 3. Tagung des DNBGF von allen Menschen beherzigt würde, wäre es weiterhin eine Aufgabe der BGF, gesundheitsgefährdende Belastungen in der Arbeitswelt zu bekämpfen -  aber die Aufgabe wäre womöglich spürbar einfacher: Ein guter Teil der heutigen gesundheitlichen Probleme, so  Dr. Thomas Wessinghage, ärztlicher Direktor der Medical Park AG in Bad Wiessee und früher international erfolgreicher Mittelstreckenläufer, sei dem Umstand geschuldet, „dass das Leben nicht mehr zum Menschen passt“. Und gab gleich die „therapeutische" Empfehlung: Durch mäßige, aber regelmäßige Bewegung können die wichtigsten Risikofaktoren für die Gesundheit signifikant reduziert werden.Grundlage für Diagnose wie Handlungsempfehlung ist ein evolutionsbiologischer Ansatz: Rund 200 000 Jahre war der Mensch darauf angewiesen, täglich zu laufen, und dafür ist der Organismus deshalb auch ausgelegt. Weil das moderne Leben es erlaubt, auf diese Belastung zu verzichten, sind Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, aber auch psychische Probleme eine gleichsam natürliche Folge. mehr...... 

 

Interview mit Norbert Breutmann von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände „In vielen Branchen fehlt es noch an Best-Practise-Beispielen“

Dipl.-Ing. Norbert Breutmann ist in der Abteilung „Soziale Sicherung“ bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände als Leiter der Arbeitswissenschaft tätig. In dieser Funktion beschäftigt er sich mit Strategien und Möglichkeiten des betrieblichen Gesundheitsmanagements und erläuterte auf dem DNBGF Forum die Sicht der Arbeitgeber auf die Chancen von betrieblicher Gesundheitsförderung. Dem BKK Newsletter stand er zudem für das folgende Interview zur Verfügung.   mehr......

 

 




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