26. August 2005
Arbeit hält Frauen und Männer fit
Arbeit macht Arbeitnehmern in Deutschland Spaß und hält sie fit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Initiative Gesundheit & Arbeit (IGA) unter etwa 2000 Erwerbstätigen.
IGA-Barometer: Arbeit hält Frauen und Männer fit
Arbeit macht Arbeitnehmern in Deutschland Spaß und hält sie fit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Initiative Gesundheit & Arbeit (IGA) unter etwa 2000 Erwerbstätigen. IGA ist ein Kooperationsprojekt des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG). Trotz wirtschaftlich schwieriger Bedingungen und über alle Branchengrenzen hinweg schätzt fast jeder Befragte seine jeweilige Arbeitssituation positiv ein. Eine Entwicklung, die auch von den niedrigen krankheitsbedingten Ausfalltagen in Unternehmen (2004: 7,8 Tage / pro Beschäftigtem), die der BKK Bundesverband ermittelt hat, gestützt wird.
Laut IGA-Barometer stufen 92 Prozent der Befragten ihre Arbeit als vielseitig und abwechslungsreich ein. Deutlich über 80 Prozent sagen, ihre Arbeit bringt ihnen Anerkennung, fordert und fördert sie körperlich wie geistig. Über 70 Prozent der befragten Frauen und Männer würden weder den Beruf noch die Branche wechseln, auch wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Im Durchschnitt halten zwei Drittel der Befragten das Verhältnis von Arbeit, Familie und Freizeit für ausgewogen. Vor allem die 30- bis 40-Jährigen finden jedoch, dass ihre Arbeit einen zu großen Stellenwert einnimmt (Frauen 35 Prozent, Männer knapp 40 Prozent).
Kritik an Unternehmen: Zu wenig Engagement bei Gesundheitsförderung
Trotz dieser in der Tendenz positiven Bilanz weist das IGA-Barometer auch auf kritische Einschätzungen hin: Jeder zweite Befragte meint, sein Unternehmen tut zu we-nig für die Gesundheit der Belegschaft. Am schlechtesten schnitten hier Branchen wie Sozialwesen, Dienstleistungssektor und Banken ab. Auch nur annähernd die Hälfte der Männer und Frauen können sich vorstellen, die derzeitige Tätigkeit bis zur Rente auszuüben. Kamen bei den Frauen vor allem Lehrerinnen und Sozialarbeiterinnen zu dieser Aussage, waren es bei den Männern Kaufleute, Banker und Beschäftigte in der Dienstleistungsbranche. "Diese zur positiven Grundaussage widersprüchlichen Einschätzungen bedürfen der Klärung, weisen aber auch auf die Not-wendigkeit intelligenter betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen hin, wenn die auch politisch diskutierte längere Lebensarbeitszeit tatsächlich realisiert werden soll", so übereinstimmend K.-Dieter Voß, Vorstandsmitglied des BKK Bundesverbandes, und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des HVBG, Dr. Walter Eichendorf. "Entsprechende Konzepte liegen vor und werden in den Unternehmen zunehmend eingesetzt."
In zwei Jahren wollen BKK und HVBG Beschäftigte erneut befragen, wie sie ihre Arbeits- und Gesundheitssituation einschätzen. Die ausführliche IGA-Studie finden Sie hier als pdf-Datei zum herunterladen:
Download: IGA_report_7_pdf.pdf
Link: http://www.iga-info.de


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