Schritte zur Stärkung psychischer Gesundheit - für Führungskräfte und Mitarbeiter
Für gute Führungskräfte ist es selbstverständlich, Probleme anzugehen, die Betriebsabläufe und Produktivität stören, um dann effektive Lösungen zu finden. Seit langem gehört es dazu, auch gesundheitsbelastende Arbeitsbedingungen zu verändern, wie am Beispiel der Verringerung physischer Belastungen gut zu erkennen ist. Zwar wird längst auch die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Mitarbeitern aller Hierarchiestufen in immer mehr Betrieben als Problem wahrgenommen, doch mit Lösungen tun sich viele Führungskräfte verständlicherweise schwer: Die Ursachen für psychische Belastungen sind komplex und wirken auf die Mitarbeiter in ganz unterschiedlicher Weise. Was Führungskräfte tun können, um Umfang und Ursachen psychischer Belastungen zu identifizieren und wie erste erfolgreiche Schritte zur Förderung psychischer Gesundheit im Betrieb aussehen können, beschreibt die jetzt im Rahmen des INQA-Projektes „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt psyGA-transfer“ erschienene Handlungshilfe für Führungskräfte „Kein Stress mit dem Stress“. (mehr)
Für Unternehmen und ihre Beschäftigten hat die psychische Gesundheit an Bedeutung gewonnen. Krankheitszeiten und Frühberentungen aufgrund psychischer Störungen sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen, die damit verbundenen Kosten belaufen sich pro Jahr auf Beträge im zweistelligen Milliardenbereich. Trotz des vorhandenen, breiten Know-hows ist die Zahl der Unternehmen nach wie vor sehr begrenzt, die das Potenzial betrieblicher Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention für die Mitarbeiter wie auch für die eigene Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit erkennen und entsprechende Maßnahmen umsetzen: Es besteht ein Vollzugs-, kein Know-how-Defizit. Vor diesem Hintergrund geht es in dem vom BMAS geförderten Kooperationsprojekt psyGA-transfer vorrangig darum, betriebliche und überbetriebliche Entscheider und wichtige Multiplikatoren für die Thematik zu sensibilisieren und ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse an dem Thema zu erhöhen. (mehr......)

iga Umfrage zum Freibetrag für Gesundheitsförderung
Der im Jahr 2009 eingeführte Steuerfreibetrag für arbeitgeberfinanzierte Leistungen zur Gesundheitsförderung ist nach Meinung von Fachleuten ein positives Signal, das die gewachsene Bedeutung von Gesundheitsförderung dokumentiert. Einen nennenswerten Impuls für solche Angebote hat die Regelung nach Einschätzung der Experten von Krankenkassen und Unternehmen jedoch nicht ausgelöst: Nach einer Umfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) sagen über die Hälfte der Krankenkassen-Mitarbeiter, dass die erhoffte Zunahme der Leistungen ausgeblieben ist. Zwar wüssten die meisten Betriebe um die Möglichkeit, aber die Steuerbefreiung sei nicht entscheidend dafür, ob Arbeitgeber solche Leistungen anbieten. (Mehr…)
iga-Report 21: iga-Barometer 3. Welle - unter anderem zu altersgemischter Teamarbeit
Meine Arbeit hält mich fit, gibt mir Anerkennung - das wurde von den 2.000 Befragten des iga-Barometers auch 2010 wieder bestätigt. Einige Abstufungen gibt es bei anderen "Sonntagsfragen" wie beim Arbeiten bis 65 und dem Verhältnis von Beruf und Privatleben.
Für den Sonderteil wurde diesmal das Thema "Das Miteinander der Generationen am Arbeitsplatz" auserkoren, das auch in einer Pressemitteilung aufgegriffen wurde. Hier lassen sich aus den Ergebnissen interessante Rückschlüsse ziehen, wie sich das Arbeitsleben altersgerechter gestalten lässt, um die Leistungsfähigkeit und die Motivation aller Mitarbeiter zu fördern.

Bereits im fünften Jahr in Folge verleiht der BKK Bundesverband den Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit. Dieser Preis zeichnet Unternehmen/Organisationen aus, die sich durch ihr besonderes Engagement im Betrieblichen Gesundheitsmanagement hervorheben. Zusätzlich werden in diesem Jahr wieder drei Sonderpreise ausgelobt: Demografie - Fit in die Zukunft, Familienorientiertes Unternehmen und Psychische Gesundheit. Interessierte können sich bis zum 15. Juni 2011 für den Unternehmenspreis bewerben. Einzelheiten zu den Teilnahmevoraussetzungen und zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf der Webseite www.deutscher-unternehmenspreis-gesundheit.de.
Das Interesse an den Kleinen wird immer größer, bei Krankenkassen, Gesundheitsförderern, freien Beratern wie in der Wissenschaft. Rund 120 Gäste hatten sich zur 4. Tagung des Forums KMU im DNBGF am 24. und 25 Januar im Ausbildungszentrum der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe BGN in Mannheim angemeldet. Dieser Andrang zeigt, dass das Thema Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt, das von den Koordinatoren des Forums in dem Kooperationsprojekt psyGA bearbeitet wird bei den kleinen Unternehmen und den Gesundheitsförderern in diesem Feld in den Blickpunkt gerückt ist. (weiter…)

In seinem Schwerpunkt beschäftigt sich der Fehlzeiten-Report 2011 mit dem Thema „Führung und Gesundheit". In einer rohstoffarmen und hochindustrialisierten Dienstleistungswirtschaft bilden die Mitarbeiter das wichtigste Leistungspotenzial eines Unternehmens und sind entscheidend für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Damit angesichts des demografischen Wandels die Mitarbeiter motiviert und leistungsfähig bleiben, spielen Führungskräfte eine besondere Rolle. Sie sind oft selbst großen Belastungen und Beanspruchungen ausgesetzt, tragen gleichzeitig aber auch die Verantwortung für die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter. Der Fehlzeiten-Report stellt sowohl die personalpolitischen Ansätze in Unternehmen und die Rollen von Mitarbeitern und Führungskräften als auch konkrete evaluierte Maßnahmen vor.
Die Tagung „fit for work“ wird in diesem Jahr zum achten Mal ausgetragen. Die Veranstalter nehmen dies zum Anlass für eine Reflexion über die Strukturen und Prozesse der Arbeitsmarktpolitik, die direkt und indirekt Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden: Halten diese Angebote und Strukturen den Menschen gesund? Und wenn nicht, dann ist zu fragen, was geändert werden muss. Diese Fragestellung erscheint vor dem Hintergrund der in 2010 begonnenen Kampagne der Bundesagentur für Arbeit zur Gesundheitsorientierung bedeutsam. weiter lesen.....
Die Handlungshilfe beantwortet die Frage, was Beschäftigte persönlich tun können, um die Ursachen psychischer Belastungen am Arbeitsplatz erkennen und ausräumen zu können. Sie bietet Informationen und Ratschläge für wichtige Bereiche des täglichen Lebens sowie Bereiche, an denen der Betrieb ansetzen kann, um (psychische) Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und Motivation zu fördern. Die Broschüre entstand im Rahmen des Projektes „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“, gefördert von INQA. Handlungshilfe für Beschäftigte (PDF, 1,8 MB), Die Printversion kann kostenfrei im BKK-Onlineshop unter www.bkk.de/dnbgf bestellt werden.
Termin- und Leistungsdruck nimmt zu / Jeder vierte Beschäftigte leidet unter Kopfschmerzen und Schlafstörungen
Gesunde Arbeitsbedingungen stehen für die meisten Beschäftigten in Deutschland an vorderer Stelle. Das ist das Ergebnis einer Analyse bundesweiter Mitarbeiterbefragungen durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Die Untersuchung bestätigt den Trend, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz zunehmen. Die notwendige ständige Aufmerksamkeit und Konzentration bei der Arbeit wird als stark belastend empfunden. Knapp 30 Prozent der Befragten klagen über Termin- und Leistungsdruck. Nahezu jeder vierte Mitarbeiter leidet ständig oder häufig unter Kopfschmerzen und Schlafstörungen. „Zwar spielt die Belastung durch schwere körperliche Arbeit nach wie vor eine große Rolle“, sagt Autor Klaus Zok vom WIdO. „Aber sieben von zehn am meisten genannten Belastungen beziehen sich auf psychische Faktoren.“ Der WIdO-Analyse liegen die Aussagen von knapp 30.000 Beschäftigten aus 147 Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen aller Wirtschaftszweige zugrunde. Weitere Informationen unter: http://www.wido.de/meldungakt+M57fbc51de6b.html und:
http://www.wido.de/wido_analyse_mab2010.html
Im "Krisenjahr" 2009 zeigt der Anstieg der Fehltage, dass die Krankenstandsentwicklung in fast allen Bereich nicht den Konjunkturbewegungen folgt. Dies gilt auch für die Gruppen der Höher- und Hochqualifizierten. Bei Führungs- und qualifizierten Fachkräften, etwa bei Bankangestellten oder im Unternehmens- und technischem Management, nahmen in die Krankheitszeiten zu, besonders auch im Zusammenhang mit psychischen Krankheitsursachen. Parallel zu den wirtschaftlichen Veränderungen sieht sich Deutschland erheblichen demografischen Herausforderungen gegenüber. Durch die Alterung der geburtenstärkeren Jahrgänge ändern sich die Belegschaften. Die Erwerbstätigkeit der über 55-Jährigen steigt spürbar: In den letzten zehn Jahren hat sie um 49 Prozent zugenommen. In einigen Branchen ist ein Fachkräftemangel bereits absehbar, auch darum sind die Firmen immer stärker daran interessiert, auf diese Arbeitnehmer mit ihrem Spezial- und Erfahrungswissen auch im höheren Lebensalter zurückgreifen zu können. Bestellen Sie den Gesundheitsreport 2010 unter dnbgf@bkk-bv.de. Weitere Infos und Downloads....
Die vierte Tagung des Forums KMU im DNBGF fndet am 24. und 25. Januar 2011 in Mannheim statt. Sie widmet sich dem Schwerpunkt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“. Eingeladen sind Unternehmerinnen und Unternehmer, Mitglieder des Forums KMU im DNBGF, Institutionen, Experten, Netzwerke und Initiativen, die an einem Austausch zu Fragen der Betrieblichen Gesundheitsförderung interessiert sind. Die Tagung beginnt mit Fachvorträgen zum Schwerpunktthema, dieses wird anschließend in parallelen Workshops noch einmal aufgegriffen und vertieft. Am zweiten Tag werden fünf Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert. In den Pausen können Posterpräsentationen auf dem Marktplatz besucht werden. mehr...
Globalisierung und demografischer Wandel stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen: Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, wird es immer wichtiger, die Ressourcen einer vielfältigen Belegschaft zu nutzen. In diesem Zusammenhang wird seit einigen Jahren das Konzept des Diversity Managements diskutiert. Ziel dieses Managementsystems ist die Aktivierung und Nutzung des Potenzials einer heterogenen Belegschaft. In Kombination mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement können die Ressourcen der Belegschaft gefördert und dadurch deren Motivation und Produktivität erhöht werden. Der Fehlzeitenreport wird vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld herausgegeben. mehr...
Auf dem 8. iga-Kolloquium am 14. und 15.03.2011 erhalten Sie praktische Handlungshilfen für Betriebe zum demografischen Wandel. Das iga-Kolloquium "Gesund und sicher länger arbeiten" steht ganz im Zeichen des Hauses der Arbeitsfähigkeit des finnischen Forschers Juhani Ilmarinen, das er als Referent auch selbst vorstellt. Zusätzlich werden die vier Stockwerke im Haus der Arbeitsfähigkeit auch mit konkreten Handlungshilfen aus der Praxis "bestückt". Diese guten Beispiele kann man - gut aufgestellt mit einem ganzheitlichen Verständnis von Arbeitsfähigkeit - als Ideen und Anregungen mit in seinen Betrieb oder seine Organisation nehmen. Flyer zum Download
Mit diesem Leitfaden legt der GKV-Spitzenverband Handlungsfelder und Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung nach den §§ 20 und 20a des Fünften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB V) vor, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten. Der Leitfaden bildet die Grundlage, die Versicherten dabei zu unterstützen, Krankheitsrisiken möglichst frühzeitig vorzubeugen und ihre gesundheitlichen Potenziale und Ressourcen zu stärken. Gegenüber dem Leitfaden Prävention 2008 sind einige Passagen überarbeite und ergänzt worden. So ist z.B. das Kapitel zu dem Handlungsfeld Stressmanagemen" neu formuliert worden. Insbesondere sind die unterschiedlichen Maßnahmen in diesem Handlungsfeld zwei verschiedenen Präventionsprinzipien („Förderung von Stressbewältigungskompetenzen“ und „Förderung von Entspannung“) zugeordnet worden. mehr.......

Termine:
2012- Great Place to Work
Deutschlands beste Arbeitgeber ausgezeichnet pdf
31. Mai 2012, Fulda
Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, eine europäische Tagung
4. Juni 2012 bis 25.01.2013
Zertifikatslehrgang Betrieblicher Gesundheitsmanager IHK. Mehr
14. bis 15. Juni 2012, Bonn
Praxisseminar Praktische Führungskompetenz: Vom roten Tuch zum roten Faden. Mehr
21. Juni 2012, Wien
Gesundheit fördert Beschäftigung, Beschäftigung fördert Gesundheit. Dritte Konferenz des österreichischen Netzwerkes Gesundheitsförderung & Arbeitsmarkintegration. Mehr
13. bis 14 Juli 2012, Bodensee
Seminar "Energie tanken durch mentale Entspannung".Mehr
25. bis 26. Oktober 2012, Berlin
Betriebliches Gesundheitsmanagement. Führungs- und Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor. Mehr
19. - 20. November 2012, Berlin
Wettbewerbsvorteil Gesundheit (WettVo) Veranstaltung des BKK BV
13. Dezember 2012, Berlin
Verbesserung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz: Gesundheitsförderung auf Basis des Selbstbewertungsinstrumentes von psyGA
bis 31.12.2012
Wettbewerb "Gesunde Betriebe in der Region Mittelrhein"