Leuchttürme weisen den Kurs und lassen die Klippen erkennen
Die Themen Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gewinnen im Öffentlichen Dienst seit Jahren an Bedeutung. Voran getrieben wird diese Entwicklung nicht zuletzt durch den unübersehbaren Wandel in diesem auch quantitativ bedeutsamen Segment des Arbeitsmarktes: Stichworte wie Kundenorientierung, Arbeitsverdichtung, Technologisierung und nicht zuletzt demographische Entwicklung machen deutlich, dass die Mitarbeiter im auch früher oft nur scheinbar gemächlichen Öffentlichen Dienst zahlreichen neuen und ungewohnten Belastungen unterworfen sind. Andererseits gibt es längst zahlreiche Projekte und sogar etablierte BGM-Systeme, die gleich Leuchttürmen den möglichen Kurs weisen und gefährliche Klippen sichtbar machen
Schon die Auswahl der Veranstaltungsortes für die 3. Tagung des DNBGF-Forums Öffentlicher Dienst belegte, dass Gesundheitsförderung für Behörden und öffentliche Unternehmen buchstäblich längst kein Fremdwort mehr ist. Die Organisatoren hatten unter der Überschrift „Gesund im Wandel – Betriebliches Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst“ in die DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung) nach Dortmund eingeladen. Grund: Die Stadtverwaltung der westfälischen Metropole kann just zu diesem Zeitpunkt auf 10 Jahre gezielte betriebliche Gesundheitsförderung zurückblicken. Aus einem Versuchballon wurde mittlerweile, wie der Dortmunder Personalamtsleiter Volker Schiek in seinem Grußwort betonte, ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement entwickelt, das alle Dortmundern Behörden und Nebenbetriebe ins Auge fasst und betreut.
Ging es bei der vorigen Tagung des Forums 2006 in München noch darum, die Botschaft „BGF im öffentlichen Dienst ist notwendig und funktioniert“ zu verbreiten und durch Beispiele zu belegen, so wurden diesmal anhand von groß angelegten und systematischen Aktivitäten die Chancen und spezifischen Hürden für BGF und BGM aufgegriffen. Illustriert wurde das durch ausführliche Präsentationen dreier sehr unterschiedlicher Ansätze:
Zudem wurde die rechtzeitig zur Tagung fertig gestellte DNBGF- Broschüre „Leuchttürme der Betrieblichen Gesundheitsförderung – Beispiele guter Praxis im öffentlichen Dienst“ vorgestellt. Mit dieser Informationsschrift wurde ein neuer Ansatz der Informationsvermittlung verfolgt: Statt über nützliche, aber „Neulinge“ nicht immer überzeugende trockene Projektberichte oder theorielastige Analysen werden die Inhalte hier über Gespräche mit insgesamt 16 Experten vermittelt.
Die vom Forums-Koordinator Andreas Kramer vom Kreis Unna geführten Interviews lenken den Blick so auf ganz spezifische Themen und Aufgaben bei der Arbeit mit dem und im Öffentlichen Dienst und liefern so einen authentischen Überblick zu den Perspektiven von praxisgewährten Protagonisten des BGM in Behörden und behördenähnlichen Unternehmen.
Weitere Berichte:

Termine:
6. - 7. Februar 2012, Berlin
Betriebliches Gesundheitsmanagement II
9. Februar 2012, Köln
Ruck-Zuck aus der Burnout-Zone
1. März 2012, Darmstadt
Prävention im Wandel der Arbeitswelt
Mensch - Technik - Organisation
8. März 2012, TU Berlin
Satelitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit "Prävention wirkt"
9. und 10. März 2012, TU Berlin
17. Kongress Armut und Gesundheit - Prävention wirkt!
20.-21. März 2012, Frankfurt a. M.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
21. und 22. März 2012, Leipzig
Messekongress „Gesundheit & Versorgung – Innovative Formen der Zusammenarbeit“
31. Mai 2012, Fulda
Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, eine europäiche Tagung