Drei Hauptfragen zogen sich durch die Konferenz:
1.) Wie lassen sich die Potenziale von Prävention und Gesundheitsförderung optimal ausschöpfen, um Europa wirtschaftlich schlagkräftig und sozial abgesichert zu halten?
2.) Wie können die bisher erfolgreichen Einzelmaßnahmen zu einem übergreifenden gesamtgesellschaftlichen Ansatz zusammengeführt werden?
3.) Was können und müssen wir tun, damit Prävention und Gesundheitsförderung alle Menschen in Europa erreichen?
Einig waren sich die Vertreter der Wirtschaft, dass sich Prävention und Gesundheitsförderung lohnen. Dazu tragen neben „harten“ Faktoren wie Kostensenkung und Produktionssteigerung auch „weiche“ Faktoren wie z.B. hierarchieübergreifende Kommunikation bei. U.a. sind Prävention und Gesundheitsförderung die entscheidende Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels. Generell müssen in den europäischen Gesellschaften sozial bedingte Ungleichheiten bezüglich der gesundheitlichen Lage und ihrer Entwicklung beseitigt werden.
Seitens der Politikvertreter wurde betont, dass es sich bei erfolgreicher Prävention und Gesundheitsförderung um einen systematischen langfristigen Prozess handelt, dessen Veränderungen laufend überprüft werden müssen. Alle sprachen sich klar für mehr Koordination zwischen den Ländern in Europa aus. Dabei bleibt die erfolgreiche Umsetzung von Prävention und Gesundheitsförderung immer eine nationale Aufgabe, die nicht an die EU delegiert werden kann.
In vier Fachforen wurden 18 Beispiele guter Praxis aus verschiedenen Ländern Europas präsentiert. Als Erfolgsfaktoren wurden zielgruppenspezifisches und bedarfsorientiertes Handeln herausgestellt. Menschen sollten möglichst früh mit einem gesunden Lebensstil vertraut gemacht werden und ihn bis ins hohe Alter beibehalten. Dazu gehören auch gesundheitsgerechte Rahmenbedingungen, die ein gesundes Verhalten erst ermöglichen.
Die wichtigste Antwort auf alle Fragen gab Prof. Dr. Lennart Levi vom Karolinska Institutet in Schweden: „Just do it“.
Mehr Informationen und die Dokumentation der Konferenz-Beiträge (ab 18.06.2007) finden Sie auf http://www.prevcon2007.eu.
Statements als PDF von

Gesundheit und soziale Sicherheit im Lebenszyklus
Die Rolle von Prävention und Gesundheitsförderung in Europa
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