......weiter unten finden Sie den journalistischen Beitrag zur 4. Tagung des Forums KMU im Deutschen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung DNBGF „Arbeiten wie verrückt?! Klein, gesund und wettbewerbsfähig“
Die Präsentationen finden Sie im Programm bei den jeweiligen Vorträgen hinterlegt
Der Berichte des SWR mit Interviews von der Tagung ist als MP3 hinterlegt "Die erschöfte Gesellschaft"
Das Interesse an den Kleinen wird immer größer, bei Krankenkassen, Gesundheitsförderern, freien Beratern wie in der Wissenschaft. Rund 120 Gäste hatten sich zur 4. Tagung des Forums KMU im DNBGF am 24. und 25 Januar im Ausbildungszentrum der Berufsgenossenschaft
Nahrungsmittel und Gastgewerbe BGN in Mannheim angemeldet. Dieser Andrang zeigt, dass das Thema Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt, das von den Koordinatoren des Forums in dem Kooperationsprojekt psyGA bearbeitet wird bei den kleinen Unternehmen und den Gesundheitsförderern in diesem Feld in den Blickpunkt gerückt ist.
Die Teilnehmer der Veranstaltung erfuhren nicht nur, warum Stress und andere psychische Belastungen auch für Klein- und Kleinstunternehmen ein Thema sind und wie man das Thema den Betrieben näher bringen kann. Sie erfuhren auch, dass es zu einfach wäre, die steigenden Erkrankungszahlen durch die Überforderung Einzelner oder durch bestimmte Arbeitsbedingungen zu erklären. Denn, so Prof. Dr. Heiner Keupp in seinem Eingangsvortrag, wir leben in einem „Zeitalter der Depression“, und um zu verstehen „warum“, brauche es eine „Gesellschaftsdiagnostik“.
Weil sich die Menschen nicht mehr an „kulturell abgesicherten biographischen Schnittmustern“ orientieren können (und müssen), sagt der Sozialpsychologe Prof. Keupp, eröffnen sich „ungeheure Potenziale“ für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung. Wer die nicht nutzen kann, wem es am „Handwerk der Freiheit“ mangele, reagiere auf dieses Scheitern mit Depressionen. Und statt im Kollektiv mit Menschen in gleicher Situation die gemeinsamen Interessen zu vertreten, akzeptieren viele das neoliberale Menschenbild vom „unternehmerischen Selbst“, das zur Selbstausbeutung führt. Vor diesem Hintergrund dürfe Prävention keine Trainingslager für „Fitness im globalen Netzwerkkapitalismus“ liefern, sondern solle eine „innere Modernisierung“ ermöglichen; es gehe auch nicht nur um professionelle Arbeitsgestaltung, sondern um die aktive Beteiligung der Betroffenen, die wissen, dass sie ihre Interessen nur im Kollektiv wirksam vertreten können.
Diese grundsätzlichen Überlegungen, das zeigten Diskussionen und weitere Beiträge, betreffen auch die in den KMU arbeitenden Menschen. Als Türöffner zu den Betrieben dürften sie allerdings weniger geeignet sein, dazu braucht es konkrete und vor allem erkennbar nützliche Handlungsansätze. Die ergeben sich unter anderem, so Prof. Dr. Antje Ducki von der Beuth Hochschule für Technik in Berlin in ihrem Vortrag „Möglichkeiten und Interventionen in KMU bei psychischen Belastungen“ in der Professionalisierung der Arbeitsbedingungen.
Sie definiert psychische Belastungen als „Störungen und Behinderungen effizienten Handelns“, ausgelöst durch objektive oder subjektive Diskrepanzen, also Unterschiede zwischen Soll und Haben bei Arbeitsbedingungen, Aufgaben, Werten oder Zielen des Einzelnen u.ä. Der Abbau von Diskrepanzen führe nicht nur zur Verringerung psychischer Belastungen, sondern kann auch für gesundheitsförderliche Effizienzsteigerungen sorgen, was Unternehmen einen messbaren Mehrnutzen von BGF in Aussicht stellt.
Anschließend beschrieb Prof. Dr. Michael Bosnjak von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Freien Universität Bozen, wie durch Social Marketing mit Techniken des Marketings Verhaltensänderungen in Belegschaften erreicht werden können. Das Instrumentarium, zeigte Prof. Bosnjak auf, ist das gleiche wie beim Produktmarketing, nur gehe es darum, statt Produkten und Dienstleistungen Verhaltensweisen „zu verkaufen“; statt in unmittelbarem finanziellen Gewinn liege der Erfolg im individuellen und sozialen Gewinn, und man konkurriere nicht mit Wettbewerbern, sondern mit den gegenwärtigen Verhaltensweisen der Mitarbeiter. In der anschließenden Diskussion betonte der Psychologe angesichts einiger skeptischer Nachfragen, dass er Social Marketing als Planungsrahmen für Prävention vorgestellt habe, also als reine Umsetzungshilfe. Die aber könne man erfolgreich für das jeweilige Präventionsziel nutzen, wenn das Marketingkonzept Schritt für Schritt und in einem iterativen Prozess entwickelt und eingesetzt werde.
In vier parallelen Arbeitsgruppen diskutierten die Konferenzteilnehmer dann anhand themenspezifischer Vorträge einzelne Aspekte zu Handlungsstrategien gegen psychischen Erkrankungen in KMU. Betrachtet wurde, wie sich die demografische Entwicklung auf kleine Betriebe auswirkt, wie Netzwerkarbeit Kompetenz und Kapazität von Prävention verbessern kann, wie die Ursachen psychischer Erkrankungen zu beschreiben sind und welche Konsequenzen sich daraus für die Strategieentwicklung geben oder wie man den erkennbaren Verlust an Erholungsfähigkeit, festgemacht besonders am veränderten Schlafverhalten, im Rahmen der Gesundheitsförderung begegnen kann.
Der zweite Konferenztag stand dann ganz im Zeichen der Praxis, wobei ein Schwerpunkt auf die Arbeit mit Kleinstbetrieben lag. Denn die sind innerhalb der großen und sehr vielfältigen Gruppe der KMU die „härteste Nuss“ für Gesundheitsförderer. Obwohl auch BGF in KMU langsam zu einer Erfolgsgeschichte wird, sind Beispiele aus klassischen Handwerksbetrieben oder der wachsenden Zahl neuer Dienstleister z. B. aus dem IT-Bereich immer noch rar gesät. Umso mehr Aufmerksamkeit fanden die präsentierten Projekte, die sich teils auf Unternehmen mit teils deutlich weniger als zehn Mitarbeitern bezogen.
Stefan Ammel von der Vereinigten IKK beschrieb, wie man über ein Bonusprogramm Handwerksbetriebe für BGF interessieren konnte, Petra Heumann-Cooper von der ZAUG gGmbH berichtete, wie Gastronomiebetriebe mit höchstens einer Handvoll Mitarbeitern durch geschickte Themensetzung sogar für externe Veranstaltungen gewonnen werden können, Udo Winkens stellte vor, wie die Verkehrsbetriebe der ländlichen WestEnergie und Verkehr GmbH durch BGF die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und den Krankenstand senken wollen – ersteres sehr erfolgreich, zweites weniger, was allerdings daran liegen könnte, dass der Krankenstand schon heute deutlich unter dem Branchenschnitt liegt.
Möglicherweise könnten die Verkehrsbetriebe die erhofften Erfolge erzielen, wenn sie das von Alexander Frevel vorgestellte und von der IGA geförderte Arbeitsbewältigungs-Coaching (ab-c) einsetzen. Grundlage des Programms sind höchst vertrauliche Gespräche auf freiwilliger Basis mit den einzelnen Mitarbeitern. Die Coaches treten dabei nicht als Experten sondern als unvoreingenommene Gesprächspartner auf. In einem ersten Schritt beschreibt der Mitarbeiter mithilfe einer kurzen Liste seine Arbeitsfähigkeit, im zweiten formuliert er seine persönlichen Schutz- und Förderziele, im dritten die aus seiner Sicht wünschenswerten Fördermaßnahmen. Die Ergebnisse werden anonym an einen Steuerkreis geleitet, der auf dieser Grundlage den Arbeitsbewältigungsstatuts einzelner Gruppen erkennen kann – und zugleich, welche Probleme und Veränderungswünsche Anlas zu Handeln geben.
Frevel sieht das ab-c besonders als Instrument, mit dem man spezifische Lösungen für Folgen der demographischen Entwicklung finden kann. Er geht davon aus, das hier keine Lösung nach dem Muster „one size fits all“ geben kann, weil Alterungsprozesse bei Individuen wie in Systemen sehr unterschiedlich verlaufen können. Dass psychische Probleme in KMU aber kein „Privileg“ der älteren Generationen sind, führte Dr. Manfred Betz vom IGFF Dillenburg den Teilnehmern vor Augen. Er berichtete von einer Untersuchung, nach der 47 Prozent der befragten Auszubildenden gesundheitsbedingte und –relevante Beeinträchtigungen des Wohlbefindens aufwiesen und knapp zehn Prozent schon unter leichten, mittleren oder schweren Depressionen leiden. Dr. Betz sieht einerseits, dass Schule und überbetriebliche Ausbildung gute Ansätze für allgemeine und berufsspezifische Aktivitäten der Prävention und Gesundheitsförderung bieten. Zugleich aber können seine Daten zum Gesundheitsverhalten und zur den häufigsten Stressoren auch als Unterstützung der Thesen von Prof. Keupp gesehen werden. So erklärte er beispielsweise den offensichtlichen Mangel an Schlaf und Erholungsphasen auch mit den rund um die Uhr zur Verfügung stehenden Angeboten zur Freizeitgestaltung. Die jungen Leute, so konnte man ihn verstehen, lassen sich von den Möglichkeiten verführen, statt ihre Zeit, ihre Freiheit aktiv zu gestalten.
Einleitungsvortrag von Prof. Dr. Heiner Keupp:
Depressionen als Symptom für einen Mangel im Handwerk der Freiheit
Mit der Zunahme der psychischen Erkrankungen wächst auch die Zahl der Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen, die sich mit der Frage befassen: Was können wir dagegen tun? Vergleichsweise selten hört man dagegen die Frage: Woher kommt diese Entwicklung – und entsprechend vage sind die Antwortversuche. Liegt es an der heutigen Arbeitsorganisation, sind Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Ursache, sind die Menschen heute weniger belastbar und mit geringeren Bewältigungsressourcen ausgestattet, oder sorgen schlicht eine intensivierte Diagnostik und die Einführung neuer Krankheitsbilder für steigende Zahlen? Prof. Dr. Heiner Keupps Antwort in Mannheim ging eine Ebene tiefer. Einfach ausgedrückt: „Die Problemursachen liegen nicht auf der individuellen Ebene, sondern sind gesellschaftlich bedingt und deshalb auch nicht individuell zu lösen.“
Zu Beginn seines Vortrags illustrierte er die Ambivalenz, mit der dem Thema „psychische Erkrankungen“ begegnet wird, durch zwei Artikel eines Nachrichtenmagazins: In einer aktuellen Titelgeschichte wurde Depression als „Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts“ benannt und gefragt „Macht uns das moderne Leben krank“. Nur wenige Wochen zuvor hatte das gleiche Magazin den Erfolg von Büchern, die sich mit dieser Frage beschäftigen, als Symptom einer Befindlichkeitsstörung identifiziert, als individuelles Unbehagen und Ausdruck schlechter Laune, die die „Fundamente der Demokratie“ untergräbt.
Die Formulierung „Das Zeitalter der Depression“ im Titel des Vortrags zeigt, welche dieser Positionen Prof. Keupp näher liegt. Denn die Zunahme der der Erkrankungszahlen, das machte er anhand von Daten verschiedener Krankenkassen nochmals deutlich, ist genauso groß wie offensichtlich. Trotzdem fordert er, „die inflationäre Verwendung der Diagnosen Burnout oder Depression kritisch zu reflektieren“. Denn davon profitierten in erster Linie die Pharmaindustrie, wie er durch die Zunahme von Verordnungszahlen, Absatzmengen und durch Werbebotschaften für Psychopharmaka belegen konnte. Was aber offenbar zunehmend als Lösung akzeptiert wird, wie das Beispiel des ehemaligen Profifußballers Sebastian Deisler zeigt: Während Deisler selbst erkannte, dass er „nicht geschaffen war für dieses Geschäft“ und sich fremdbestimmt fühlte, redete sein behandelnder Arzt und Professor auch nach Ausbruch der Krankheit öffentlich davon, dass der Spieler „unter Medikamenten-Einfluss die volle sportliche Leistung bringen kann".
Es sei zwar unstrittig, so Prof. Keupp weiter, dass immer mehr Menschen überfordert werden durch die Folgen der Veränderungen im Berufs- und Privatleben. Doch drohe durch die – heute gängige – Klinifizierung der dadurch ausgelösten psychischen Probleme die „Gefahr der Individualisierung gesellschaftlicher Probleme.“ Notwendig sei dagegen eine „erklärungsfähige Gesellschaftsdiagnostik“, meint der Sozialpsychologe, und er benennt die Erfahrungen, die Menschen als Ergebnis des gesellschaftlichen Strukturwandel machen, zum Beispiel Ökonomisierung, Individualisierung, den Verlust von verlässlichen Rollenmustern, die Beschleunigung und Verdichtung des Alltags oder die Angst, abgehängt zu werden.
Die Literatur gibt dazu verschiedene Erklärungsansätze und Denkanstöße, die letztlich trotz unterschiedlicher Schwerpunkte auf einen Nenner zu bringen sind, wie Prof. Keupp dem Publikum durch Zitate vor Augen führte. Das Leben ist danach kein langer, ruhiger Fluss, wie es einst ein Filmtitel beschrieb, sondern ein Strom, der sich scheinbar ziellos immer neue Läufe sucht, die Geschwindigkeit wechselt und deshalb ständig Veränderungen und damit neue Herausforderungen hervorruft. Und die Menschen erleben, wie das Navigieren auf diesem Strom immer häufiger der Verantwortung des Individuums zugeordnet wird, weshalb sie sich als, so Prof. Keupp „als Unternehmer ihrer selbst“ sehen. Sie versuchen, sich den ständigen Veränderungen anzupassen oder gar zu unterwerfen, werden zu sich selbst ausbeutenden Subjekten und damit Täter und Opfer zugleich.
Denn wenn ständige Veränderungen die einzige Konstante sind, bleibt man immer hinter den Anforderungen zurück und steht zudem vor der „Aufgabe“, so die Wirtschaftspsychologin Rosinsa M. Gasteiger, trotz aller Veränderungen die eigene Identität zu wahren und persönliche Werte und Ziele mit der beruflichen Tätigkeit in Einklang zu bringen. Psychische Probleme werden daher, so Prof. Keupp, mal als „etwas wie der unvermeidliche Schatten des karriere- und selbstverwirklichungssüchtigen Selbst der kapitalistischen Moderne“ gesehen, mal als „die dunkle Seite der auf Dauer gestellten Hyperthymie des unternehmerischen Selbst.“, wie der Soziologe Ulrich Bröckling formuliert.
Allerdings, das stellte Keupp in seinen Schlussfolgerungen heraus, ist das keine notwendige Entwicklung, die sich aus der Individualisierung und Globalisierung der Gesellschaft ergibt. Wenn Familienoberhäupter keine Ehepartner oder Berufswege mehr vorgeben, man im Privat- wie im Berufsleben mehr Optionen und Entwicklungsmöglichkeiten hat, stecken darin für ihn „ungeheure Potentiale für selbstbestimmte Gestaltungsräume“. Die Zunahme der Depression sei also deshalb nicht zwangsläufige Folge eines Mehr an Freiheit, sondern verweise „auf einen Mangel im „Handwerk der Freiheit““.
Klinifizierung und Medikalisierung der Depression verstellen nach seiner Meinung die Chance „den persönlichen und gesellschaftlichen Sinn der Depression zu erkennen“, denn sie sei ein Haltesignal, das zum Nachdenken führen könne. Es sei eine Voraussetzung für Prävention und Gesundheitsförderung, wenn man über eine „Gesellschaftsdiagnostik“ den gesellschaftlichen Hintergrund und die „privatisierten und individualisierten Problem- und Leidenszustände“ sichtbar mache. Dazu gehöre es, das Menschenbild des „unternehmerischen Selbst“ auf den Prüfstand zu stellen, bei dem Ausbeutung und Entfremdung nicht mehr als von außen aufgezwungen erlebt werden, sondern Konsequenz einer „Selbstdressur“ sind, die aber als Freiheit und Autonomie verkauft werde.
Prävention könne das Angebot machen, Individuen bei der notwendigen Orientierung, Reflexion und Selbstorganisation zu unterstützen, einen Rahmen der „inneren Modernisierung“ abzustecken. Auf keinen Fall solle sie „Trainingslager“ für Fitness im globalen Netzwerkkapitalismus aufbauen. Denn Ziel der Strategie einer „universellen oder Verhältnisprävention“ müsse die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sein. Dazu gehöre die professionelle Arbeitsgestaltung, aber auch die aktive Beteiligung der Betroffenen. Allerdings nicht nur als Einzelpersonen, sondern über kollektive Interessenvertretungen - weil ohne die auch die individuelle Selbstsorge nicht möglich sei.
Präsentation Prof. Ducki
Psychische Belastungen in KMU:
Abbau von Diskrepanzen hilft Mitarbeitern wie Unternehmen
Auch wenn die Zunahme psychischer Erkrankungen gesellschaftlich bedingt ist, wie Prof. Keupp eingangs der KMU-Tagung konstatierte, gibt es gleichwohl, wie die Arbeits- und Organisationspsychologin Prof. Dr. Antje Ducki von der Beuth Universität in Berlin darlegte, „Möglichkeiten und Interventionen in KMU bei psychischen Belastungen“. Dass es ihr dabei nicht um die von ihrem Vorredner kritisierte „Individualisierung“ psychischer Probleme geht, zeigt ihre Definition psychischer Belastungen: Prof. Ducki spricht von „Störungen und Behinderungen effizienten Handelns“ als Folge von objektiven oder subjektiven Diskrepanzen.
Der Abbau der Belastungen erfordere daher die „Reduktion von Diskrepanzen“. Dafür müssten zwar auch subjektive Erwartungen, Zielen, Werten in Frage gestellt werden, genauso notwendig seien aber Veränderungen von Strukturen und Bedingungen, von Teams und sozialem Umfeld. Wenn betriebliche Bedingungen mit Einstellungen, Erwartungen und Fähigkeiten der Mitarbeiter in Einklang gebracht werden, kann das nach Prof. Ducki sogar zu einer gesundheitsförderlichen Effizienzsteigerung führen.
Für sie entscheidet das Ausmaß an vorhandenen Diskrepanzen darüber, ob Arbeit positiv oder negativ auf die Gesundheit wirkt. Das können subjektiv erlebte Diskrepanzen sein, wenn z. B. der Anspruch an die eigene Arbeit in der betrieblichen Wirklichkeit nicht umzusetzen ist oder individuelle Werte im Konflikt stehen mit denen, die Ziele und Prozesse der Arbeit bestimmen; mindestens genauso wichtig seien aber objektiv vorhandene Diskrepanzen, die sich aus den Arbeitsbedingungen ergeben. Das heißt: Es kommt zu Diskrepanzen, wenn Aufgaben gestellt werden, die Personen unter- oder überfordern, wenn Anstrengungen nicht angemessen honoriert werden oder Ziele unter den gegebenen Bedingungen nicht oder nur unter hohem Stress erreicht werden können.
Unterstützt wird diese These durch Mitarbeiterbefragungen zum Thema psychische Belastungen. Prof. Ducki verwies auf eine Veröffentlichung des WidO aus dem Jahr 2009, nach der Termindruck, Unterbrechungen und Störungen und die zu hohen Arbeitsmengen Informationsdefizite als häufigste Ursachen für psychische Belastungen genannt werden. Wenn Arbeitsumfang und –bedingungen eine Erfüllung der Anforderungen erschweren, kommt es zu einer Diskrepanz zwischen dem Machbaren und dem zu machenden – und das führt zu psychischen Belastungen.
Wie groß die Belastung daraus im Einzelfall ist, liegt nicht nur an den objektiven Rahmenbedingungen, sondern auch an den individuell verfügbaren Ressourcen. Für Prof. Ducki gehören dazu nicht nur die „personalen Ressourcen“, also z. B. Selbstbewusstsein, Resilienz, Lebenseinstellung oder Fitness, sondern auch soziale Ressourcen – also der Rückhalt durch Unterstützung anderer Menschen – und situative Ressourcen, also der Handlungs- oder zeitliche Spielraum bei der Arbeit oder die Frage, wie sinnhaft die Arbeit ist.
Das zeigt, dass auch Interventionen zur Stärkung der psychischen Gesundheit in KMU auf den zwei Säulen Verhältnis- und Verhaltensprävention basieren. Es geht also darum, Arbeitsbedingungen zu verbessern und Ressourcen zu stärken, sicher zu stellen, dass die Unternehmensorganisation für machbare, sinnhafte, vorhersehbare und beeinflussbare Bedingungen sorgt und dass die Führungsebene nicht nur Arbeitssituationen und Arbeitsklima nach gesundheitlichen Kriterien beeinflusst, sondern sich auch gesundheitlich vorbildlich verhält.
Wer auf Grundlage dieser Erkenntnisse an praktikablen Präventionskonzepten für kleine und mittelständische Unternehmen arbeitet, muss die besonderen Bedingungen dieser Unternehmensgruppe, genauer: der einzelnen Teilgruppen berücksichtigen. Denn unter dem Oberbegriff KMU werden Betriebe mit grade mal einer Handvoll von Mitarbeitern genauso gezählt wie solche mit einer dreistelligen Belegschaft und Umsätzen in dreistelliger Millionenhöhe.
Diese Unterschiede schlagen sich in der Aufgabenbeschreibung für Gesundheitsförderer nieder, weil, so Prof. Ducki, mit der Unternehmensgröße laut Prof. Ducki die Bedeutung der verfügbaren Ressourcen (sie nennt hier Aufgabenklarheit , Schnittstellenmanagement, koordinierte Prozesse, realistisches Zeitmanagement, Wissensmanagement, bewusste Gestaltung des sozialen Feldes) wächst; zugleich wachsen mit der Größe die Belastungen durch Planungs-, und Organisations- und Informationsdefizite, durch Konflikte in den wachsenden Teams oder schlicht durch die Tatsache, dass die Kommunikation von Mensch zu Mensch durch Medien oder Mitteilungen ersetzt wird, was zu Missverständnissen und Konflikten führen kann.
Wenn also, wie es die Organisationspsychologin konstatiert, „Interventionen gemäß der jeweiligen Entwicklungsstufe und der betrieblichen Situation“ ausgerichtet werden müssen, müssen vor der Arbeit mit „echten“ Kleinbetrieben deren Besonderheiten beschrieben werden: Kleinunternehmen haben beispielsweise einen geringeren finanziellen Spielraum, sie haben keine „Spezialisten“ für das Thema Gesundheit, oft auch keine Arbeitnehmervertretungen; das Gesundheitswissen ist eher gering, die gesundheitliche Risikobereitschaft dafür umso höher.
Auf der anderen Seite ist die Arbeitsteilung in kleinen Unternehmen meist weniger ausgeprägt, die Mitarbeiter haben oft einen größeren Entscheidungsspielraum - und nicht zuletzt hat jeder einzelne Mitarbeiter eine relativ größere Bedeutung für den Betrieb, was wiederum die gegenseitige Bindung stärken kann. Nicht zuletzt wird in Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern verstärkt direkt und ohne hierarchische Grenzen kommuniziert.
Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, dass komplexe und theoriebeschwerte BGM-Konzepte den Zugang zu Kleinbetrieben eher erschweren. Gebraucht werden, so Prof. Ducki, einfache Informationen und niedrigschwellige Angebote, die mit geringem personellen und finanziellen Aufwand genutzt werden können. Ziele der Gesundheitsförderung sollten immer auch eine Optimierung der Prozesse erlauben, und die Eigner bzw. ihre Ehepartner sollten als Akteure einbezogen werden.
In der Präventionspraxis führt das dazu, dass schon sehr einfache Maßnahmen helfen können, konkrete Belastungen zu reduzieren, wie die Referentin an einigen Fallbeispielen illustrierte: In Betrieben des Sanitärhandwerks habe man den Zeitdruck durch Arbeitshilfen zur Auftragsannahme und –planung erleichtert, dazu wurde die Ausstattung mit Werkzeugen und Hilfsmittel verbessert, nicht zuletzt bekamen die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich regelmäßig mit der Geschäftsführung und im Team auszutauschen. Und um die Diskrepanz zwischen Anforderungen des Jobs und Möglichkeiten der Mitarbeiter abzubauen, wurden die Handwerker im Erstellen von Rechnungen geschult und erhielten transparente Kalkulationshilfen. Im Friseurhandwerk, so ein weiteres Beispiel, sorgte allein die „großzügigere Terminvergabe“ für geringeren Zeitdruck.
Dass solche nahe liegenden und vergleichsweise simplen Interventionen bei Kleinbetrieben tatsächlich Erfolg versprechend sind, wurde am zweiten Tag der Tagung auch durch einen Erfahrungsbericht der IKK unterstrichen. Wenn Gesundheitsförderung trotzdem für über die Hälfte der KMU – und wohl für einen noch größeren Teil der Kleinstbetriebe – nicht auf der Tagesordnung steht, verweist das auf die eigentlichen Probleme der Prävention in diesem Feld. Erstens: Die enorme Zahl dieser Unternehmen macht eine individuelle Betreuung faktisch unmöglich, zudem wäre das angesichts der geringen Mitarbeiterzahlen für Kassen wenig attraktiv, für private Dienstleister zu wenig lukrativ . Zweitens gilt in dieser Unternehmensgruppe mehr als in anderen der Vorrang des Tagesgeschäfts, und weil es den Betriebe erklärtermaßen an Ressourcen und Umsetzungswissen mangelt, rufen sie vor allem nach Informationen – über passende Praxisbeispiele wie über den zu erwartenden Nutzen von Gesundheitsförderung.
Die Erreichbarkeit, so Prof. Ducki, sei allerdings nicht so schlecht, wenn die Möglichkeiten des Netzwerkens besser ausgeschöpft würden. Zu den Vorteilen von Kleinstbetrieben gehört es nach Ihrer Einschätzung, dass sie über die Anbindung an Institutionen vergleichsweise gut überbetrieblich vernetzt sind. Das könnte Offenheit und Akzeptanz schaffen für eine Beteiligung an den seit einiger Zeit auf verschiedenen Ebenen entstehenden Netzwerken, die sich über bestimmte Regionen oder Branchen erstrecken, sich einem bestimmten Thema widmen oder nachfrageorientiert Informationen oder Beratungsleistungen bieten.
Und wie überzeugt man die Inhaber von Kleinbetrieben davon, dass die vermeintliche Störung des Tagesgeschäfts ihnen nutzt? Einerseits durch die - für alle Branchen und Betriebsgröße zunehmend attraktive – Aussicht, dass man so gute Leute länger im Betrieb halten kann. Vor allem aber durch eine Variation des eingangs schon erwähnten „Versprechens“ von Prof. Ducki: Gesundheitsförderung kann die Effizienz steigern. Weil nämlich der Abbau von Diskrepanzen nicht nur die psychische Belastung der Mitarbeiter verringert, sondern auch“ Störungen und Behinderung effizienten Handelns“. Das kann man Chefs schon mithilfe der vorgestellten einfachen Beispiele gut vor Augen führen: Wenn der begnadete Handwerker beim Rechnungsschreiben ins Schwitzen gerät, wird er bestenfalls Zeit vertrödeln, schlimmstenfalls Fehler machen. Wenn er das lernt oder entsprechende Unterstützung erhält, verringert sich seine Stressbelastung – und er kann seine Fähigkeiten besser einsetzen.
Social Marketing, Ein Planungsrahmen zur Prävention von psychischen Belastungen im Betrieb.
Prof. Dr. Michael Bosnjak, Dipl.-Psych. Freie Universität Bozen, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Prävention mit Social Marketing in die Unternehmen bringen
Wenn Unternehmen Prävention und Abbau von psychischen Belastungen zum Ziel haben, können sie nicht von vornherein auf Akzeptanz oder gar Unterstützung der Mitarbeiter zählen. So wird in Teilen der Belegschaften ein entsprechendes Problembewusstsein vorhanden sein, doch kann man daraus nicht auf die grundsätzliche Zustimmung dieses Personenkreises für die denkbaren Aktivitäten schließen; auch kann man nicht die Akzeptanz der Mitarbeiter voraussetzen, für die psychische Belastungen kein Problem darstellen. Das heißt: Ziele und Nutzen von Präventionsmaßnahmen müssen auf allen Unternehmensebenen vermittelt werden, auch Prävention muss „verkauft“ werden. Deshalb kann es sinnvoll sein, so der Psychologe Prof. Dr. Michael Bosnjak von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Bozen, auf Erkenntnisse und Techniken des Marketings zu setzen. Das so genannte Social Marketing so der Referent, biete einen Planungsrahmen für Präventionsaktivitäten, die „wünschenswerte Verhaltensänderungen“ herbeiführen, auch wenn es zunächst keine breite Nachfrage, keinen erklärten Bedarf gibt.
Social Marketing, so Prof. Bosnjak, ist dabei ein „umfassender, über Kommunikations- und Trainingsmaßnahmen hinausgehender Planungsrahmen“. Prozesstechnisch gesehen entspricht das Vorgehen dem des klassischen Produkt- und Dienstleistungsmarketing, Unterschiede gibt es bei den Fragen „was wird verkauft?“, „welcher Gewinn soll erwirtschaftet werden?“, mit welcher „Konkurrenz“ müssen sich Planer des Social Marketing auseinandersetzen.
Bosnjaks Antworten hierauf: Verkauft werden neue Verhaltensweisen, als Gewinn locken keine direkten materiellen Vorteile, sondern ein Nutzen für die Organisation und die Individuen (der sich auch finanziell niederschlagen kann), die Konkurrenz besteht aus den Verhaltensweisen vor den Präventionsaktivitäten, die ja offenkundig dazu führen, dass psychische Belastungen zu einem Problem werden.
Dass systematisches Marketing Produktbedürfnisse und Verhaltensänderungen hervorrufen kann, wird täglich unter Beweis gestellt. Prof. Bosnjak führte dem Publikum vor Augen, dass durch die systematische Anwendung von Marketing-Prinzipien und - techniken auch jenseits von kommerziellen Zielen Verhaltensänderungen befördert werden können. Als Instrument, für Kleinstbetriebe und kleine Mittelständler, das machte seine Vorstellung des 10-stufigen Planungsprozesses allerdings deutlich, ist Social Marketing weniger geeignet. Der Gesamtprozess erscheint derartig komplex und aufwändig, dass er ohne eigene oder eingekaufte Marketingexpertise nur schwerlich „lehrbuchgerecht“ umgesetzt werden kann – doch über solche Ressourcen verfügen kleinere Unternehmen meist nicht.
Allerdings können die einzelnen Planungsstufen helfen, die Fragen im Blick zu halten, die für eine Präventionsmaßnahme relevant sind und die in der richtigen Reihenfolge beantwortet werden sollten, um die Erfolgsaussichten so weit wie möglich zu vergrößern. Bosnjak sprach deshalb nicht von Social Marketing als Instrument zur Planung, sondern als Planungsrahmen, der entsprechend der gegebenen Bedingungen und Ziele ganz unterschiedlich gefüllt werden kann. So wird der strikt wissenschaftliche Ansatz des Professors – zur der Situationsanalyse gehört nach seiner Auffassung beispielsweise die Gewichtung des Wissens zum Thema anhand einer Hierarchisierung der Quellen von Meta-Analysen bis zu Fallstudien – in der Präventionspraxis bei KMU sicher weniger streng eingehalten werden. Denn Umfragen belegen, dass die Betriebe eher pragmatische Lösungen fordern und ihnen die Legitimation durch „Best Practise“ Arbeiten, also durch die unterste Evidenzstufe, oft schon genügt.
Trotzdem liefert der Planungsrahmen „Social Marketing“ Orientierung für die Präventionsarbeit in KMU. Denn natürlich steht auch hier als erstes die Frage im Raum, wer mit welchen Motiven die Aktivität initiiert, wer dadurch aus welchen Gründen erreicht werden soll. Und wenn auch die bei der Situationsbeschreibung geforderte Literaturanalyse Präventionspraktiker in Kleinbetrieben überfordern mag, so ist die auf dieser Stufe ebenfalls anstehende SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Möglichkeiten, Bedrohungen) durchaus bei Projekten jeder Größenordnung empfehlenswert. Gerade weil bei kleineren Unternehmen Strukturen und Prozesse oft nicht systematisch geplant und somit jederzeit nachvollziehbar sind und Defizite nicht, wie z. B. bei Konzernen, durch den Zukauf der benötigten Ressourcen kompensiert werden können.
Auch die Beschreibung und Segmentierung der anzusprechenden Zielgruppen sollten Präventionsplaner gemäß der Prozessstruktur des Social Marketing frühzeitig angehen. Denn erst wenn feststeht, welche Teilzielgruppen mit welchen Einstellungen oder Charakteristika überzeugt werden müssen, können die eigentlichen Ziele der Kampagne spezifiziert werden. Dabei, so Prof. Bosnjak, sollten die SMART-Kriterien eingehalten werden, die Ziele sollen also spezifisch, messbar, angemessen, realistisch und terminiert sein. Auf dieser Grundlage könne man sich dann für ein passendes Interventionsmodell entscheiden und identifizieren, welche Faktoren die Umsetzung beeinflussen.
Bevor dann die eigentliche Marketingstrategie festgelegt wird, steht nach Prof. Bosnjak eine klare Positionierung der gewünschten Wahrnehmung des Kampagnenziels auf der Agenda. Dazu gehört die Frage, welches Image dem gesundheitsförderlichen Verhalten zugeordnet werden soll, aber auch, aus welcher Perspektive die Zielgruppen dieses Verhalten wahrnehmen sollen. Erst dann wird der so genannte „Marketing-Mix“ festgelegt. Auch dabei, so Prof. Bosnjak ist eine differenzierte Betrachtungsweise Grundlage für eine Erfolg versprechende Planung.
Zum Beispiel müsse man unterscheiden zwischen dem eigentlichen zu vermarktenden Produkt, also den letztlich erwünschten Verhaltensweisen der Mitarbeiter, und dem zu vermittelnden Kernprodukt, das die daraus resultierenden Vorteile für die Belegschaft umfasst; Aktivitäten und Anreize, die die Verhaltensänderungen unterstützen, führen schließlich, so der Wirtschaftspsychologe, zu einem erweiterten Produktbegriff. Mit vergleichbarer Systematik müssten dann die Preisstrategien definiert werden (wodurch werden Verhaltensänderungen belohnt, wie Fehlverhalten sanktioniert), die Platzierungsstrategien (z. B. wann und wo spricht man die Zielgruppen am besten an) und schließlich die Fragen: Welche Botschaften transportieren wir, wer ist der Absender, wie werden sie aufbereitet und wie werden sie an den Mann oder die Frau gebracht?
Anhand der anschließenden Diskussion zum Vortrag war die Befürchtung mancher Gesundheitsförderer zu erkennen, dass man mit diesem nüchternen prozesstechnischen Ansatz der besonderen Anforderungen der Prävention psychischer Erkrankungen nicht gerecht werden könne. So wurde angemerkt, dass das aus Sicht des Marketings schlüssige Schritt-für-Schritt vorgehen nicht immer praktikabel sei, weil auf den einzelnen Stufen womöglich Erkenntnisse gewonnen werden, die wiederum die auf den vorhergehenden Stufen gefunden Antworten in Frage stellen könnten; hinterfragt wurde auch, ob die Prozesse den bei psychischen Belastungen notwendige Beschäftigung mit individuellen Situationen erlaubten.
Berechtigte Fragen, wie auch Prof. Bosnjak meint, die aber auf ein Missverständnis hindeuteten. Zum einen betonte er, dass es sich bei der Planung von Social Marketing um einen iterativen Prozess handele, also Rückkopplungen mit vorhergehenden Planungsstufen und deren Neubearbeitung natürlich dazu gehörten. Zum anderen stellte er nochmals heraus, dass er Social Marketing eben nicht als Handlungsanweisung, sondern als Planungsrahmen sähe. Als Instrument also, das umso besser funktioniert, je besser es seine Nutzer für ihre Zwecke einzusetzen wissen.
Die Präsentationen sind hinter den Titeln der Vorträge hinterlegt.
4. Tagung des Forums KMU im DNBGF
„Arbeiten wie verrückt?! -Klein, Gesund und Wettbewerbsfähig“
24./25. Januar 2011 im BGN Schulungszentrum in Mannheim
10 Uhr | Come together
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11 Uhr | Begrüßung, Einführung und Moderation | Dr. Peter Bärenz, |
11.15 – 12.00 Uhr | Verdammt zum Arbeiten wie verrückt?! – Das Zeitalter der Depression
| Prof. Heiner Keupp, |
12.00 – 12:45 Uhr | Möglichkeiten der Interventionen in KMU bei psychischen Belastungen | Prof. Antje Ducki, |
12.45 Uhr | Diskussion
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13:00 Uhr | Mittagspause – Markt der Möglichkeiten |
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14:30 – 15:15 | (Un)gestörte Kommunikation - Social Marketing zur Prävention von psychischen Belastungen im Betrieb
| Prof. Michael Bosnjak, |
15:15 – 15:30 | Kaffeepause |
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15:30 Uhr | parallele Workshops |
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| WS 1: Demographie – auch in KMU wird man älter! | Judith Harder, |
| WS 2: Burnout Prävention – Vernetzt funktioniert es Moderation: Carsten Gräf | Dr. Dagmar Siebecke, |
| WS 3: Psychisch krank im Job - Ursachen und Präventionsstrategien Moderation: Dr. Peter Bärenz | Christian Gredig, |
| WS 4: Ohne Rast und Ruh - Wege zur Verbesserung der Erholungsfähigkeit Moderation: Dr. Kai Seiler | Prof. Dr. Jarek Krajewski, |
| Markt der Möglichkeiten
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Ab 18:30 | Abendprogramm
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2. Tag |
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9.00 Uhr | 5 Praxisbeispiele ausgewählt aus dem Call for Papers zwischendurch 10:45 bis 11:15 Kaffeepause Moderation: | Dr. Reinhold Sochert , |
| Stefan Ammel, | |
| 2. Praxisbeispiel:
| Alexander Frevel, |
| Heumann-Cooper,
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| 4. Praxisbeispiel: | Dr. Manfred Betz,
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| 5. Praxisbeispiel: | Udo Winkens, |
12.30 Uhr | Verabschiedung
| Dr. Kai Seiler, Patricia Lück |
13.00 | Mittagessen oder Lunchpaket
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Termine:
2012- Great Place to Work
Deutschlands beste Arbeitgeber ausgezeichnet pdf
31. Mai 2012, Fulda
Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, eine europäische Tagung
4. Juni 2012 bis 25.01.2013
Zertifikatslehrgang Betrieblicher Gesundheitsmanager IHK. Mehr
14. bis 15. Juni 2012, Bonn
Praxisseminar Praktische Führungskompetenz: Vom roten Tuch zum roten Faden. Mehr
21. Juni 2012, Wien
Gesundheit fördert Beschäftigung, Beschäftigung fördert Gesundheit. Dritte Konferenz des österreichischen Netzwerkes Gesundheitsförderung & Arbeitsmarkintegration. Mehr
13. bis 14 Juli 2012, Bodensee
Seminar "Energie tanken durch mentale Entspannung".Mehr
25. bis 26. Oktober 2012, Berlin
Betriebliches Gesundheitsmanagement. Führungs- und Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor. Mehr
19. - 20. November 2012, Berlin
Wettbewerbsvorteil Gesundheit (WettVo) Veranstaltung des BKK BV
13. Dezember 2012, Berlin
Verbesserung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz: Gesundheitsförderung auf Basis des Selbstbewertungsinstrumentes von psyGA
bis 31.12.2012
Wettbewerb "Gesunde Betriebe in der Region Mittelrhein"