Bonus für Maßnahmen der BGF

Bonus für Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

Neben den Unterstützungsleistungen im Rahmen der BGF bieten Krankenkassen Unternehmen und ihren Beschäftigten zusätzliche Anreize in Form sogenannter Boni (§ 65a Abs. 2). Die Mittel für die Zahlung von Boni kommen nicht aus den 2 Euro pro Versicherten für Maßnahmen der BGF nach § 20b SGB V, sondern werden von den Krankenkassen zusätzlich eingeplant.

Arbeitgeberbonus für betriebliche Gesundheitsförderung:

Die Bedingungen, die an die Ausschüttung des Bonus geknüpft sind sowie die Höhe des gewährten Bonus, verhandelt der Arbeitgeber (nicht der Dienstleister) mit der oder den zuständigen Krankenkassen. Inhaltlich orientieren sich die Krankenkassen im Kern an den gesetzlichen Vorgaben sowie an denen vom GKV Spitzenverband im Leitfaden Prävention definierten Kriterien. In der Regel münden die Verhandlungen in einer zwischen Krankenkasse und Unternehmen geschlossenen Vereinbarung. Es steht den Krankenkassen frei, nach § 20b SGB V erbrachte Leistungen oder Beratungsleistungen der Krankenkasse, soweit sie dem Arbeitgeber zufließen, auf den Arbeitgeberbonus anzurechnen.

Eine Krankenkasse ist nicht verpflichtet, mit Arbeitgebern Vereinbarungen zu verhandeln oder abzuschließen, bei denen keiner der beschäftigten Arbeitnehmer Mitglied der betreffenden Krankenkasse ist. Darüber hinaus liegt die Entscheidungshoheit bei den Krankenkassen, mit welchen Arbeitgebern sie einen Bonusvertrag abschließen.

Die Höhe des gewährten Bonus ist dahingehend begrenzt, dass dieser die Aufwendungen des Arbeitgebers für die BGF nicht überschreiten darf. Vereinbarungen der Krankenkassen enthalten zudem oft eine Klausel, die besagt, dass der Arbeitgeber die Mittel aus dem Arbeitgeberbonus wieder in gesundheitsfördernde Maßnahmen investieren muss.

Arbeitnehmerbonus für die Teilnahme an Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Im Gegensatz zum Arbeitgeberbonus muss die Voraussetzung zum Erhalt eines Bonus für die Teilnahme an einer BGF-Maßnahme für den Arbeitnehmer transparent sein. Das heißt, jede Krankenkasse regelt die Höhe des zu gewährenden Bonus sowie die an die Ausschüttung geknüpften Bedingungen (spätestens bis Ende 2016) in ihrer Satzung. Die für den Bonus in Frage kommenden Maßnahmen müssen gemäß § 20 Absatz 2 Satz 2 SGB V von den Krankenkassen zertifiziert sein. Darunter fallen Angebote

  • zur Bewegungsförderung der Beschäftigten
  • zur gesundheitsgerechten Ernährung der Beschäftigten im Arbeitsalltag
  • zur verhaltensbezogenen Suchtprävention im Betrieb oder
  • zur Stressbewältigung und Ressourcenstärkung.