"Kleine und Mittlere Unternehmen KMU" sind das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Ca. 60% aller Beschäftigten in Deutschland arbeiten in Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU), die wiederum 99,4% aller Betriebe stellen.
Die Arbeits- und Produktionsbedingungen in Klein- und Kleinstunternehmen unterscheiden sich in vielfacher Hinsicht von denen größerer Unternehmen. Die formalen Organisationsstrukturen sind einfacher, es gibt ein höheres Ausmaß direkter Kommunikation und vielfach bestehen familienähnliche soziale Beziehungen zwischen Besitzern und Mitarbeitern. Betriebliche Gesundheit ist hier nicht arbeitsteilig organisiert, sondern unmittelbar in den Arbeitsalltag eingebunden. Diese und weitere Unterschiede machten es erforderlich, zusätzlich zu den bereits 1999 vom europäischen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung ENWHP veröffentlichten "Qualitätskriterien für die betriebliche Gesundheitsförderung" (PDF, 112 KB) eigenständige Kriterien für gute Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung in KMU (PDF, 116 KB) zu entwickeln. Dabei wurde davon ausgegangen, dass betriebliche Gesundheitsförderung in KMU drei Handlungsfelder umfaßt, die in der Praxis eng miteinander verbunden sind : 1. Maßnahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Arbeits- Umwelt- und Gesundheitsschutzes; 2. Maßnahmen zur gesundheitsgerechten Arbeitsgestaltung sowie zur Unterstützung gesundheitsgerechten Verhaltens, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen und auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen (Verhältnisse) abzielen und/oder einen gesünderen Lebensstil unterstützen (Verhalten). 3. Maßnahmen im Bereich der sozialen Verantwortung von KMU, wie Wohlfahrts- oder Sozialleistungen für Beschäftigte mit bestimmten Problemlagen (z.B. Angebote für Alleinerziehende, Schwerbehinderte oder verschuldete Mitarbeiter) und Maßnahmen zur Unterstützung gesundheitsrelevanter Initiativen in der Gemeinde oder der Region (z.B. zur Integration gesellschaftlicher Randgruppen oder zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze in KMU). Vorbildliche Praxis zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden, sondern darüber hinaus zusätzlich Maßnahmen in den beiden anderen Handlungsfeldern durchgeführt werden.
Das Forum "Kleine und Mittlere Unternehmen" im Deutschen Netzwerk hat ein Positionspapier erarbeitet, das die spezifischen Probleme von KMU benennt, aber auch mögliche Zugangswege zu ihnen aufzeigt und entsprechende gesundheitsfördernde Angebote beschreibt. Das Papier finden Sie hier zum Download:

Termine:
6. - 7. Februar 2012, Berlin
Betriebliches Gesundheitsmanagement II
9. Februar 2012, Köln
Ruck-Zuck aus der Burnout-Zone
1. März 2012, Darmstadt
Prävention im Wandel der Arbeitswelt
Mensch - Technik - Organisation
8. März 2012, TU Berlin
Satelitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit "Prävention wirkt"
9. und 10. März 2012, TU Berlin
17. Kongress Armut und Gesundheit - Prävention wirkt!
20.-21. März 2012, Frankfurt a. M.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
21. und 22. März 2012, Leipzig
Messekongress „Gesundheit & Versorgung – Innovative Formen der Zusammenarbeit“
31. Mai 2012, Fulda
Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen, eine europäiche Tagung