Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Gute Führung, faire Kultur, bessere Gesundheit - Daten belegen den Zusammenhang

Seit 2003 steht der 28. April für den Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Die Internationale Arbeitsorganisation hat ihn in diesem Jahr einem Thema gewidmet, das lange unterschätzt wurde: psychosoziale Gesundheit am Arbeitsplatz. Und die Zahlen der Betriebskrankenkassen zeigen: Das ist längst überfällig!

Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind von 2016 bis 2024 um 40 Prozent gestiegen. Das ist kein vorübergehender Trend, das ist kein Ausreißer nach oben, das ist ein strukturelles Problem.

Dabei trifft es nicht alle gleich. Wer beispielsweise körperlich arbeitet – in Reinigung, Fertigung oder Logistik – leidet häufiger unter Muskel-Skelett-Erkrankungen. Wer hingegen in sozialen Dienstleistungs- oder Gesundheitsberufen arbeitet, fällt überdurchschnittlich oft wegen psychischer Erkrankungen aus. Die Tätigkeit prägt also das Erkrankungsprofil. Das heißt, das ist kein Zufall oder Schicksal.

Aber was macht den Unterschied? Was können die Betriebe und Unternehmen tun? Wertschätzung. Faire Behandlung. Gute Führung. Handlungsspielraum. Sinn in der Arbeit. Das sind keine weichen Faktoren, sondern messbare Faktoren für gesunde Beschäftigte.

Der BKK Gesundheitsreport 2025 belegt dies klar: Beschäftigte, die erleben, dass alle Mitarbeitenden – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Alter – fair behandelt werden, berichten signifikant häufiger von guter psychischer Gesundheit und höherer Arbeitsfähigkeit. Führungskultur ist also keine HR-Aufgabe. Sie ist Gesundheitsschutz.

Die Botschaft dieses Aktionstages ist eindeutig: Ein gesundes Arbeitsumfeld entsteht durch Haltung, Kultur und gesunde Führung – jeden Tag.

Zur Pressemitteilung des BKK Dachverbandes: https://lnkd.in/dQNAFCdZ