Schichtwechsel. Hektik. Wichtige Infos fehlen. Die Kollegin übernimmt – und muss sich mühsam im Betrieb durchfragen.
Solche Momente kennen viele Mitarbeiter*innen in systemrelevanten Berufen. Und genau hier setzte der INQA-Experimentierraum „New Work for Key Worker“ an: Über zwei Jahre wurden in Pflege, Feuerwehr, Wasserwirtschaft und Telekommunikation konkrete Werkzeuge entwickelt, die den Arbeitsalltag dort verbessern, wo Homeoffice keine Option ist.
Hier sind alle Werkzeuge nach Anwendungsbereichen zusammen:
Bessere Kommunikation – im Alltag und bei Übergaben
Die SBAR-Methode strukturiert Schichtübergaben in vier Schritten: Situation – Background – Assessment – Recommendation. Keine wichtigen Infos gehen mehr verloren. Die WWW-Methode (Wahrnehmung – Wirkung – Wunsch) macht Feedback im Team klar und wertschätzend – in nur drei Sätzen.
Teams stärken – durch regelmäßige Reflexion
Das Stimmungs- und Belastungsbarometer erfasst in wenigen Minuten: Wie geht es uns im Team? Wo brennt es? So werden Überlastungen sichtbar, bevor sie chronisch werden. Retrospektiven und der Golden Circle helfen Teams, gemeinsam zu reflektieren: Was läuft gut? Was können wir verbessern? Warum tun wir, was wir tun?
Gesundheit fördern – präventiv statt reaktiv
Gerade in belastungsintensiven Berufen ist mentale Gesundheit entscheidend. Die entwickelten Mental-Health-Routinen lassen sich direkt in den Arbeitsalltag integrieren – als kleine Übungen zwischendurch, die langfristig stärken.
Praxistauglich – in 45 Minuten statt Tagesseminar
Alle Tools wurden als Microlearning-Einheiten konzipiert: Workshops von 45-90 Minuten, die sich auch im Schichtbetrieb umsetzen lassen. Nicht am Schreibtisch entwickelt, sondern gemeinsam mit den Beschäftigten vor Ort.
Der vollständige Handlungsleitfaden mit allen Methoden, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Praxisbeispielen gibt es zum Download.
Materialien und weiterführende Links: New Work for Key Worker - New Work für Systemheld*innen: Ein Handlungsleitfaden für Führungskräfte und Personalverantwortliche in systemrelevanten Bereichen